Dr. med. Roman Fenkl
Plastische & Ästhetische Chirurgie
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Die kleinen Schamlippen (Labia minora)

Die mit Abstand häufigste plastisch - chirurgische Operation im Intimbereich ist die Verkleinerungs- und Formungsoperation der kleinen Schamlippen.

Was sind die Beweggründe für Frauen, ihre Schamlippen verkleinern zu lassen?

1. Wichtigster Grund ist die tatsächliche, überdimensionale Vergrößerung der kleinen Schamlippen. Sie ragen weit über die großen Schamlippen hinaus und schauen im Stehen formlos hervor. Gerade in der Sauna, aber auch im Schwimmbad können sie störend sein, beim Tragen von engen Jeans besteht ein unangenehmes Gefühl. Im Sportbereich, z. B. bei Laufsportarten, am meisten jedoch beim Reiten, stören überdimensionierte Schamlippen durchaus, können sich in ausgeprägten Fällen sogar wund scheuern.
Nicht zuletzt ist die Genitalhygiene dadurch sehr gestört. Das alles sind medizinische Gründe für eine Operation.

2. Viele Frauen fühlen sich durch die Form der kleinen Schamlippen sehr beeinträchtigt. Sie wünschen sich, dass sie beim Stehen nicht über die großen Schamlippen hinausragen, beim Saunabesuch nicht so deutlich oder gar nicht sichtbar sind und beim Geschlechtsverkehr nicht „unästhetisch herumhängen". Nicht selten erfahre ich von betroffenen Frauen, dass sie sogar wegen ihrer als unschön empfundenen Schamlippen auf Geschlechtsverkehr verzichten. Das schafft Probleme, denn die männlichen Partner fühlen sich üblicherweise dadurch weniger gestört.

3. Die Medien, auch einschlägige Fotos und Filme, geben uns vielfach Beispiele und Ideale vor. Das gilt für die Form der Schamlippen ebenso wie für Intimfrisuren. „Schön aussehen" heißt heute eben auch „intim schön aussehen". Warum eigentlich nicht?
Das sind dann aber rein ästhetische Beweggründe für eine solche Operation.

Was wird bei der Schamlippen - Verkleinerung eigentlich gemacht?

Die Operation klingt einfach: Die kleinen Schamlippen sind zu groß, also werden sie „verkleinert". Das kann man sich einfach machen, aber auch versuchen, eine anatomie- und funktionsgerechte OP - Technik zu finden. Der Operateur muss sich - und natürlich seiner Patientin - klar machen, dass die kleinen Schamlippen auch eine Funktion haben, nämlich den Scheideneingang zu verschließen und damit Infektionen der Scheide und der Harnwege zu verhindern (siehe das eigene Kapitel hierzu), andererseits aber auch beim Geschlechtsverkehr den in die Scheide eindringenden Penis zu umschließen und mechanische Reibungskräfte aufzufangen.

Die kleinen Schamlippen - das wissen offenbar nur wenige - stehen in engem Zusammenhang mit der Klitoris und ihren armartigen Ausläufern, der Klitoris - Vorhaut, dem Scheideneingang, den großen Schamlippen und der hinteren Scheidenbegrenzung, dem Dammbereich. Verantwortungsvoll durchgeführte Korrektur - Operationen berücksichtigen alle diese funktionellen und anatomischen Aspekte, nur um als Ergebnis eine beschwerdefreie und zufriedene Patientin zu schaffen.

Daher werden bei der Operation ganz exakt nach Anfertigung einer Planzeichnung die Schamlippen auf ein Ausmaß reduziert, das zuvor anhand von vergleichbarem Bildmaterial zwischen Arzt und Patientin genau besprochen wurde. Dabei müssen gegebenenfalls übertriebene Wünsche zurückgenommen werden, um Spätschäden vorzubeugen. Wichtigstes Ziel ist und bleibt natürlich der >Wunsch und das ästhetische Empfinden der Patientin, nicht das des Arztes.

Sehr wichtig ist, dass die beiden Arme der Klitoris, die in die kleinen Schamlippen direkt einstrahlen, mit in die Operationsplanung einkalkuliert werden. Bei stärkeren Schamlippen - Verkleinerung müssen die beiden Klitoris - Arme wieder neu in die Schamlippen exakt eingepasst werden. Mikrochirurgisch.

Auch die Klitoris - Vorhaut kann störend wirken und sollte selbstverständlich auch in die Reduktions - Operation mit eingeplant werden. Man muss das aber nicht tun. Die Entscheidung hierfür ist das Ergebnis des Gespräches zwischen Patientin und Arzt.

Leider werden Verkleinerungs - Operationen der Schamlippen zu häufig von Ärzten durchgeführt, die auf diesem Gebiet weniger erfahren sind. Interessanterweise sind es nach allgemeiner Erfahrung vielfach gerade Frauenärzte, die über gröbere Operationsverfahren eine viel zu starke Verkleinerung bis zur völligen Entfernung der kleinen Schamlippen durchführen. Unangenehme und unnötige, lange andauernde Schmerzen und regelrechte Narbenplatten im Genitalbereich sind nicht selten die Folge. Dauerhafte Schmerzen, insbesondere beim Geschlechtsverkehr, lassen betroffene Frauen oft jahrelang leiden. Nicht selten sind die entstandenen Schäden nicht mehr korrigierbar. Das muss nicht sein.

Was ist der biologische Sinn der kleinen Schamlippen? Wozu sind sie überhaupt gut?

Der Sinn und Wert der kleinen Schamlippen ist nicht zu unterschätzen. Diese beiden, sehr speziell geformten, stark durchbluteten und daher sehr belastbaren Anteile der Genitalhaut verkleben miteinander, wenn die Scheidenöffnung nicht benötigt wird, z. B. zum Wasserlassen oder für den Geschlechtsverkehr. Dadurch wird ein funktionell abgeschlossener „Raum", der Scheiden - Innenraum geschaffen, der mit Unterstützung der sehr spezialisierten Scheidenbakterien, der sog. Döderlein - Flora, einen Schutz erhält gegen Austrocknen und gegen das Eindringen fremder, unter Umständen gefährlicher Bakterien und Pilze. Werden die kleinen Schamlippen zu stark verkleinert, steht schlimmstenfalls die Scheide nach außen „offen" da, auch der Harnröhren - Ausgang. Damit stehen den Infektionen der Scheide und der Harnwege alle Möglichkeiten offen, mit ständig wiederkehrenden und nur schwer behandelbaren Infektionen

Das alles muss nicht sein, trotz Schamlippen - Verkleinerung. Voraussetzung sind Sachverstand und Kompetenz des Operateurs. Kein "Hexenwerk".
Keine einzige meiner bisher behandelten Patientinnen mit Schamlippen - Korrektur hatte meines Wissens je eine postoperativ entstandene Infektionsproblematik ihres Genitalbereiches. Daher sehe ich keinen Grund, sie kleinen Schamlippen nicht zu verkleinern, solange deren Funktion und Anatomie korrekt berücksichtigt und respektiert wird.

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