Dr. med. Roman Fenkl
Plastische & Ästhetische Chirurgie
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Fettabsaugung und Formung der Oberschenkel (Liposuction)

Die Beine einer Frau sind ein ganz wesentliches ästhetisches Merkmal. Schöne, schlanke Beine erhöhen die Attraktivität einer Frau ganz erheblich, sind sexy, sind einfach schick. Es gibt da nur ein gewisses Problem: Mit Beginn der Pubertät nimmt der Umfang der Oberschenkel bei den meisten Frauen zu. Nehmen sie dazu noch die Pille ein, wird der Umfang noch viel größer. Dabei kommt es vor allem zu Fettgewebs-Ablagerungen an den Oberschenkel-Innenseiten, den Kniegelenks-Innenseiten und den Außenseiten, den sogenannten „Reithosen“.

Wodurch kommt das? Der Grund liegt in der Evolution des Menschen selbst. Die heute störenden Fettpolster bei der Frau sind bei fast allen weiblichen Wesen mehr oder weniger ähnlich angelegt und beim Mann praktisch nie vorhanden. Sie sind bedingt durch die Wirkung der weiblichen Geschlechtshormone auf den Körper und sind umso ausgeprägter, je mehr Hormone auf den Körper wirken, d. h. vor allem nach Einnahme der Pille (von Ovulationshemmern).

Der Grund, warum diese Fettpolster angelegt werden ist, dass wir für unseren Körper noch in der Steinzeit leben, ohne ausreichend Nahrung im Winter und ohne regelmäßige Versorgung mit Nahrung. Allerdings musste eine Mutter vor Tausenden von Jahren ihre Säuglinge und Kleinkinder irgendwie durchbringen, d. h. vorwiegend ernähren, auch durch Hungerperioden hindurch. Das erfolgte zu großem Teil durch das Stillen, oft viele Jahre nach der Geburt. Das zu können, war ein echter Evolutionsvorteil. Hierfür brauchten die Mütter Reserven, die sie in den hormonell angelegten Fettpolstern mit sich trugen, nämlich an den Oberschenkel-Innenseiten, den Reithosen, den Hüften und dem „Babybauch“ (im Unterbauch). Erst beim Stillen wurden diese Fettreserven bei Hungerperioden mobilisiert und für die Ernährung ihres Kindes verwendet. Durch alleiniges Hungern ohne Stillen blieben sie fast unverändert erhalten, denn für die Mutter waren sie nicht gedacht. Eine Mutter, die aufgrund von „Schlankheit“ nicht in der Lage war, ihre Fettreserven für ihren Säugling oder Kleinkind zu mobilisieren, hatte im Falle von Hungerperioden, z. B. in einem langen Winter, ein echtes Ernährungsproblem. Schaffte sie es nicht, starb das Kind und fiel aus der Evolution heraus, so hart das auch klingt.

Tatsächlich hatte ich einmal eine magersüchtige Patientin in der Praxis, die 175 cm groß war, aber lediglich 35 kg wog, eine ganz sicher kranke Frau. Sie kam zur Fettabsaugung ... ihrer Reithosen-Fettpolster … was ich in diesem Zustand selbstredend konsequent ablehnte. Eine andere Frau kam ebenso in meine Praxis, eine Top-Sportlerin und Fitness-Trainerin, die nach eigenen Angaben jeden Tag ca. 10 Stunden lang sportlich aktiv war. Auch sie kam zur Fettabsaugung der Oberschenkel.

Diese sehr typischen Beispiele zeigen, dass es keiner Frau gelingen kann, ihre hormonell abgelegten Fettpolster zu reduzieren, weder durch Hungern noch durch Sport, lediglich durch sehr langfristiges, konsequentes Stillen. Sie haben ansonsten leider nicht die geringste Chance. Hier kommt jedoch der Plastische und Ästhetische Chirurg auf die Bühne und Sie werden geholfen, z. B. bei uns ...

Was kann man am Oberschenkel absaugen, und wo?

Die Fettgewebs-Absaugung der Oberschenkel kann man betrachten wie eine Art Baukasten-System: Die verschiedenen Regionen können miteinander kombiniert oder einzelne Gebiete weggelassen werden. Hierbei gibt es sehr wichtige Punkte, die bei unerfahrenen Ärzten leicht zu katastrophalen Fehlern führen können. Darum sollten Sie auf das Erstgespräch mit Ihrem Plastischen Chirurgen gut vorbereitet sein:

Das Fettgewebe unterhalb des Po‘s

Ein absolutes „No-Go“ ist die Absaugung des Fettgewebes unterhalb des Po‘s, das manche Frauen stört. Dieses Fettgewebe ist ein unverzichtbares Stützgewebe für den ganzen Po, das die Rundung des Po‘s erhält. Saugt man es weg, dann rutscht der gesamte Po nach unten und sieht aus wie eine Art „platter Pfannkuchen“. Niemals sollten Sie das zulassen! Dieses Problem ist praktisch nicht korrigierbar, denn das Fettgewebe unterhalb des Po ist ein ganz spezielles, „tragendes und stützendes“ Fettgewebe, ganz anders als z. B. am Bauch oder an den Oberschenkel-Innenseiten.

Es gibt - wie so oft - eine einzige Ausnahme: Wenn es unterhalb des Po zu extremen Ablagerungen von Fettgewebe gekommen ist, meist bei kräftigen Frauen, dann kann mit allergrößter Vorsicht versucht werden, den oberflächlichen Anteil (unter der Haut) abzusaugen. Hier muss allerdings besser zu wenig als zu viel abgesaugt werden. Lieber noch einmal nachkorrigieren als es beim ersten Mal zu übertreiben.
Überlegen Sie gut, ob Sie das wirklich wollen und sprechen Sie es mit Ihrem Plastischen Chirurgen gut durch!

Das Fettgewebe der Oberschenkel-Außenseiten, sog. „Reithosen-Fettpolster“

Die Reithosen-Fettpolster sind ein sehr typisches Problem der Frau. Betroffene Frauen klagen meist über ihren „dicken Po“, aber der Po ist nicht wirklich dick. Die Reithosen-Fettpolster verbreitern den Po lediglich optisch, ähnlich zwei Kotflügeln eines Autos, die die Karosserie breiter und straßenfähiger aussehen lassen können. Saugt man sie korrekt ab, dann wird der Po automatisch schlanker und runder, ohne jemals etwas am Po unternommen zu haben.

Die Reithosen-Fettpolster sind fast immer auf den oberen Teil der Oberschenkel beschränkt, jedoch von Frau zu Frau unterschiedlich ausgeprägt. Auch können sie im Seitenvergleich sehr unterschiedlich oder ungleichmäßig ausfallen, z. B. wenn eine einseitige Beinverkürzung mit Becken-Schiefstand vorliegt. Dann kommt der Beckenknochen auf der kürzeren Beinseite weiter heraus und simuliert „mehr Fettgewebe“, obwohl das nicht so ist. In solchen Fällen sollten Sie darauf vorbereitet sein, dass sich an diesem ungleichen Zustand auch nach der Fettabsaugung nichts ändern wird! Der Ästhetische Chirurg kann lediglich versuchen, auf der prominenten Seite etwas mehr Fettgewebe zu entfernen als auf der nicht prominenten (am längeren Bein). Das ist allerdings extrem schwierig, da Sie ja bei der Operation nicht stehen, sondern liegen. Und im Liegen sehen ihre Reithosen-Fettpolster komplett anders aus, sind meist sogar „wie verschwunden“. Machen Sie doch mal den Test im Liegen, in Seitenlage, Sie werden mir Recht geben ...

Mit größerer Berufserfahrung kennt ein Ästhetischer Chirurg die Tricks und Schliche, diesen Umstand überhaupt zu bemerken und während der Operation gezielt anzugehen. Was Sie allerdings niemals erwarten sollten, ob Beinverkürzung oder nicht: Ihre Hüfte wird nach der OP niemals „wie abgeschnitten“ aussehen! Sie werden eine Rest-Rundung Ihrer Hüfte behalten. Das ist weiblich, das ist schön. Nur ein einziges Mal in meinem Leben habe ich eine junge Frau erlebt, deren Frauenarzt ihre Reithosen-Fettpolster (im Liegen) so weit heruntergesaugt hatte, dass die Haut auf ihrem Hüftknochen zu liegen kam. Das Ergebnis waren tiefe, unregelmäßige Krater-Landschaften, die praktisch nicht mehr korrigierbar waren ... eine Entstellung fürs Leben. Dieses Bild habe ich jedes Mal vor meinem geistigen Auge, wenn ich Reithosen per Liposuktion behandle. Es ist quasi meine „rote Warn-Kontrollleuchte“, die mir während der OP immer warnend mitteilt: „Bloß nicht zu viel wegsaugen!“ Plastische Chirurgen sind eben auch nur Menschen mit einem Gewissen ... Ihre Wünsche in allen Ehren ...

Das Fettgewebe der Oberschenkel-Innenseiten

Die Oberschenkel-Innenseiten sind das häufigste Problem der Frau. Ich habe lange Zeit nicht verstanden, warum. Erst sehr häufige und intensive Gespräche mit meinen Patientinnen und die Untersuchungen vor Fettabsaugungen haben mich verstehen gelernt. Ich verstand irgendwann einmal, warum gerade die kräftigsten Frauen mit engen Leggings durch die Welt gingen und ihre Umwelt oft den Kopf schütteln ließen: Sie verhindern damit sehr effektiv, dass die Oberschenkel-Innenseiten aneinander reiben.

Viele Frauen haben das Problem, dass bei jedem Schritt die Oberschenkel-Innenseiten aneinander reiben, ganz besonders beim Sport. Insbesondere im Sommer schwitzt die Haut und das Reiben wird stärker, vor allem wenn man Röcke trägt. Am Ende ist oft die Innenseite der Oberschenkelhaut regelrecht wundgerieben, gerötet, entzündet, sogar offen. Das ist unangenehm und schmerzhaft. Trotzdem hat dies noch nie eine Krankenkasse dazu bewegt, dies als Krankheitszustand zu akzeptieren. Leider!

Andere Frauen möchten gerne schlankere Oberschenkel haben und betrachten ihre Oberschenkel von ästhetischer Seite. Ihr Ziel ist, „bei geschlossenen Beinen und beim Vorbeugen zwischen den Oberschenkeln durchschauen zu können“. Ich habe das verstanden! Manche wollen sogar die Zeitung hindurch lesen können!

Beide Frauentypen, sowohl die medizinisch relevanten als auch die ästhetisch orientierten, wollen nur das Eine: Das Fett zwischen den Beinen weg. Dabei unterscheidet man an den Oberschenkel-Innenseiten drei verschiedene Zonen: Die obere Zone zum Intimbereich hin, die meist stärker vorgewölbt ist, die Oberschenkel-Mittenzone und die Knie-Innenseite, die eigentlich mehr zum Kniegelenk gehört, jedoch bei Absaugung der Oberschenkel-Innenseiten sinnvoller Weise mitbehandelt wird. Alle drei Zonen weisen in der Konsistenz unterschiedliches Fettgewebe auf und lassen sich unterschiedlich operativ bearbeiten. Auch sind sie unterschiedlich empfindlich. Am empfindlichsten ist die proximale, also körpernahe Fettgewebszone, die regelmäßig eine sehr weiche Haut aufweist.

Grundsätzlich kann man sagen, dass die Liposuktion der Oberschenkel-Innenseiten in meinem Patientengut regelmäßig zu hoher Zufriedenheit führt. Trotzdem muss ich klar stellen, dass die Ergebnisqualität in diesem Bereich ganz stark von der vorgegebenen Hautqualität abhängt. Je jünger und elastischer die Haut, desto besser kann sie nach der Operation schrumpfen. Dadurch kommen Unregelmäßigkeiten an der Hautoberfläche wie Wellen- und Dellenbildungen nur in sehr geringem Ausmaß vor. Dies zu bewerten liegt sehr im Auge des Betrachters. Meist bin ich etwas kritischer als meine Patientinnen selbst und wenn man genau hinsieht, weist jede Hautoberfläche sichtbare Unregelmäßigkeiten auf, vor und nach der Operation.

Bei Frauen mittleren Alters ist die Haut in der Regel immer noch gut genug für eine ausreichende Schrumpfung, so dass eine wesentliche Wellen- und Dellenbildung im allgemeinen nicht befürchtet werden muss. Liegt jedoch eine deutliche Schädigung der Haut vor durch chronischen Nikotingebrauch und häufige Sonnen-/ Solariumbestrahlung, dann hat die Haut schon sehr an Elastizität verloren und kann deutlich schrumpfen. Hier sind Kompromisse gelegentlich nicht mehr vermeidbar. Regelmäßig kläre ich jede Patientin mit Liposuktion ausdrücklich darüber auf, dass diese Maßnahme eine Hautstraffungs-Operation nach sich ziehen könnte. Tatsächlich habe ich jedoch, so lange ich in freier Praxis tätig bin, noch nie eine Folge-Straffung nach Liposuktion durchführen müssen. Ich erinnere mich an zwei Ladies, deren Haut besonders stark geschädigt war und die große Mengen an Fettgewebe von den Oberschenkel-Innenseiten entfernt bekamen. Diesen beiden hatte ich hinterher eine Hautstraffung über eine Narbe an unauffälliger Stelle direkt vorgeschlagen, doch beide hatten abgelehnt und diese Straffungsmaßnahme nicht für nötig befunden. Wie gesagt, die Notwendigkeit hierzu liegt eben im Auge des Betrachters.

Bei der Planung der Liposuktion der Oberschenkel-Innenseiten sind einige wichtige Absprachen zwischen Arzt und Patientin zu treffen. Dazu gehören die Knie-Innenseite und die Oberschenkel-Mitte. Eine alleinige Absaugung „oben“, rumpfnah, und an der Knie-Innenseite ist nicht wirklich sinnvoll, weil es technisch fast unmöglich ist, diese beiden Zonen „ideal“ an die Oberschenkel-Mitte anzupassen, auch wenn es leicht scheint. Genauso verhält es sich mit der Knie-Innenseite: Es macht wenig Sinn, den Oberschenkel dünn zu machen und dabei das Knie innen dick zu belassen. Das kann zu einem grotesk wirkenden Endresultat führen.

Die Empfehlung heißt also, nach Möglichkeit immer die gesamte Innenseite des Oberschenkels mit Kniegelenk „in einem Guss“ abzusaugen und zu bearbeiten. Das ergibt immer die besten Ergebnisse.

Als weiteren wichtigen Punkt sollte man die Absaugmenge gemeinsam festlegen. Manche Frauen wünschen eine „radikale“ Absaugung, vor allem der rumpfnahen, proximalen, Innenseite, wo sich das Fettgewebe etwas stärker vorwölbt. Einzelnen Frauen habe ich diesen Wunsch erfüllt, das Ergebnis gefiel mir jedoch weniger gut, weil dann die Oberschenkel-Muskulatur tendenziell zu erkennen war und der Oberschenkel fast etwas „skelettiert“ aussah. Den betroffenen Frauen gefiel das sehr gut, mir selbst nicht unbedingt. Besser scheint es mir, geringe Rest-Fettpolster zu akzeptieren, dafür jedoch sanfte, fließende und vor allem natürliche Formen zu behalten. „Natürlich“ sieht immer „weniger operiert“ aus. Aber auch hier zählt der Wunsch der Patientin, sofern er von meiner Seite aus noch vertretbar ist.

Die Menge des abgesaugten Fettgewebes kann stark variieren, je nach Leibesfülle und Fettgewebs-Depot. Sie beträgt - für beide Beine zusammen - selten unter 1.000 ccm, häufig um 1.600-2.400 ccm, gelegentlich über 3.000-4.000 ccm und einmal habe ich in einer Sitzung, allerdings stationär im Krankenhaus, bei einer Frau 11.000 ccm alleine von den Oberschenkel- und Kniegelenks-Innenseiten abgesaugt, in einer Sitzung, aus rein medizinischen Gründen.

Die Narben der Oberschenkel-Absaugung habe ich im Laufe der Jahre immer weiter reduziert, so dass ich standardmäßig hierfür je eine 4 mm lange Narbe in Oberschenkel-Mitte und eine weitere, ca. 5 mm lange Narbe unterhalb des Kniegelenkes benötige, um das operative Ziel zu erreichen. Früher waren es mehr Narben und in Ausnahmefällen kann auch heute noch die eine oder andere dazu kommen. Nach der Operation werden die Narben zuerst rot, um nach 1-1,5 Jahren weiß und hell zu werden, bis sie am Ende auch von mir kaum noch oder gar nicht mehr erkannt werden können.

Das Fettgewebe der Oberschenkel-Vorderseiten

Die Oberschenkel-Vorderseiten (Ventralseiten) sind ein echtes Problem, das Berücksichtigung verdient. Sie weisen meist die gleiche Fettgewebs-Schichtdicke auf wie die Innenseiten, stören im Allgemeinen jedoch deutlich weniger, weil sie beim Gehen nicht behindern und beim Blick von vorne kaum auffallen. In der Regel weisen sie durch ihre füllige Form eine sehr glatte Hautoberfläche auf, mit wenigen oder gar keinen Wellen oder Hautunregelmäßigkeiten. Saugt man sie ab, dann wird der Hautmantel „leerer“ und weniger gespannt. Von vorne ist das in Ordnung, nur leider schaut die Besitzerin immer tangential von oben darauf herunter, und da stört jede auch noch so kleine Unregelmäßigkeit, egal wie genau gearbeitet wurde. Tatsächlich hatte ich einmal eine kleine, jedoch bildhübsche Patientin behandelt und ihr auch die Oberschenkel-Vorderseiten abgesaugt. Sie war auch damit zufrieden. Nur kam sie einige Zeit später zurück in die Praxis und beklagte sich, dass wenn sie sonntags am Morgen entkleidet im Bad stehe, die Sonne von der Seite auf sie scheint und sie an sich herunter schaut, eine sehr leichte Wellenbildung der Haut sichtbar ist. Ich habe aus diesem Fall gelernt, dass ich sehr genau mit meinen Patientinnen über die Problempunkte dieser Region spreche. Sicher ist es gut möglich, weniger genaue Patientin mit einer Absaugung der Oberschenkel-Vorderseiten gut zufrieden zu stellen. Dies muss jedoch jeder für sich entscheiden.

Mehr zu diesem Thema können Sie unter dem Punkt »„Kniegelenks-Modellierung“ nachlesen.

Das Fettgewebe der Oberschenkel-Rückseiten
Die Oberschenkel-Hinterseiten beherbergen ein sehr festes Gewebe, das regelmäßig starken Scherkräften standhalten muss, z.B. wenn wir über eine Stuhlkante vom Stuhl rutschen. Diese Kräfte sind besser nicht zu unterschätzen und die Eigenschaft dieses besonderen Fettgewebes ist eine ganz besondere. Hier gilt, wie auch unter dem Po beschrieben, ein absolutes „No-Go“ für die Absaugung!

Die Operation

Die Fettgewebs-Absaugung der Oberschenkel-Innenseiten und der Außenseiten (Reithosen) kann fast immer in örtlicher (sog. Tumeszenz-) Betäubung erfolgen. Ausnahmsweise kann es bei Risiko-Patienten oder bei besonders großen Absaug-Mengen erforderlich sein, den Eingriff unter stationären Bedingungen durchzuführen. Die Operation selbst ist nicht extrem schmerzhaft, mit gewissen „Empfindlichkeiten“ sollte man aber rechnen. Selbstverständlich helfen wir bei Bedarf mit Schmerzmitteln und/oder „Alles-egal-Spritze“ aus, um alles etwas leichter zu machen. Eine Vollnarkose ist nicht erforderlich und unter ambulanten Bedingungen auch nicht sinnvoll und möglich.
Da es sich um sehr sensible Strukturen handelt, muss das operative Vorgehen äußerst schonend erfolgen und diese Strukturen berücksichtigen. Besonders wichtig ist ein hoher Sterilitätsgrad, um eine Infektion des abgesaugten Raumes zu vermeiden, denn das könnte zu sehr unangenehmen Komplikationen führen.

Sich theoretische Gefahren bewusst zu machen, ist kein Fehler. Denn man wird als Arzt bewusster und verantwortungsvoller an eine solche Operation herangehen. In unserem hochsterilen OP-Bereich mit Personal- und Patientenschleuse sowie einer mehrfach keimgefilterten Luftzuführung auf das OP-Feld halte ich dieses Risiko für gering, denn auch die übrigen Hygienemaßnahmen werden in unserer Praxis äußerst streng gepflegt und eingehalten. Dementsprechend hatten wir bisher nicht einmal den Anflug einer Infektion, auch nicht nach sehr großen Absaugungen.

Die Operation dauert relativ lange und es wird jedes kleinste Fettpölsterchen am Oberschenkel korrigiert. Die Grenzzonen zur Oberschenkel-Vorderseite werden auslaufend egalisiert, um einen möglichst weichen Übergang zu schaffen, so dass möglichst keine sichtbare Stufe auftritt.

Welche Operationen können mit der Oberschenkel-Absaugung kombiniert werden?

Eigentlich ist die Fettabsaugung der Oberschenkel-Innenseiten an sich schon groß genug. Trotzdem wird dieser Eingriff gerne mit der Reithosen-Absaugung kombiniert, was gut und ohne großes Risiko möglich ist.
In Ausnahmefällen kann die Absaugung der Hüfte mit hinzugenommen werden, dann wird der Eingriff jedoch wirklich groß und wir reden über ca. 6 Stunden OP-Zeit, wenn es wirklich gut und genau gemacht werden soll. Dennoch ist es möglich, ohne das Risiko zu groß zu halten.

Die gleichzeitige Absaugung der Ober- und Unterschenkel ist aus medizinischen Gründen weder möglich noch sinnvoll. Hierbei heißt es: Entweder oder. Die Empfehlung ist grundsätzlich, die Oberschenkel zuerst zu operieren. Die Unterschenkel sollten bei Bedarf frühestens 6 Monate danach dran kommen, um dem Lymphgefäßsystem die Möglichkeit zu geben, sich nach dem ersten Eingriff zu regenerieren. Das führt dann bei der nachfolgenden Unterschenkel-Operation zu deutlich weniger Schwellung und viel schnellerer Heilung.

Bei der Liposuction gibt es eine Grundregel: Nie gleichzeitig über und unter der Gürtellinie operieren, immer getrennt. Das heißt, dass man besser nicht die Oberschenkel-Absaugung mit dem Bauch kombiniert oder die Reithosen-Absaugung mit einer Taillen-Formung. Plant man eine Absaugung über und unter der Gürtellinie, sollten mindestens 6 Wochen zwischen beiden Eingriffen liegen, besser mehr Zeit.

Wie ist die Zufriedenheit nach der Operation?

Es ist selbstverständlich, dass ich als Arzt bei jeder Operation mein Bestes gebe, bei jedem Patienten. Dennoch ist bei der Liposuktion der Oberschenkel, wie bei allen anderen Liposuktionen besonders, dass hier eine Operation mit einem unglaublichen Ergebnis-Potential zur Verfügung steht, das die Lebensqualität einer Patientin ganz erheblich steigern kann, wenn sie gelingt. Der Arzt besitzt dadurch ein fantastisches Instrument in der Hand, mit dem er modellieren und formen kann, mit dem er Wünsche und Illusionen seiner Patientinnen erfüllen kann, wie es mit nur wenigen anderen Operationen möglich ist. Auch wenn es bei der Operation hie und da einmal zwicken kann, so ist doch der Schmerz unter Anwendung der modernen Operationsmethoden im Vergleich zum Ausmaß des Eingriffes in Wirklichkeit minimal. Auch im Nachhinein sind die ersten zwei Tage sehr schmerzarm, danach stellt sich eine Art „Muskelkater“ ein, der nach ca. 5 Tagen deutlich besser wird und nach 2 Wochen fast schon vergessen ist, auch bei Absaugungen größeren Ausmaßes. Natürlich gibt es von Mensch zu Mensch deutliche Unterschiede im Schmerzempfinden, das lässt sich nicht ganz verhindern.

Besonders stolz bin ich jedoch darauf, dass bisher alle Fettabsaugungen, so lange unsere Praxis mit angegliedertem Ambulantem Operationszentrum besteht, praktisch ohne Komplikation abgelaufen sind. Die Nachkorrektur-Rate liegt deutlich unter 0,1% (2 Patientinnen mit winzigen Nachkorrekturen in 15 Jahren). Die einzigen Komplikationen (meist verstärkte Blutergussbildung) entstanden durch zu frühe und zu starke körperliche Belastung oder durch zu frühes Ausziehen der Kompressionswäsche entgegen meiner ärztlichen Empfehlung.

Sollten Sie sich in der Lage fühlen, den Empfehlungen ihres Plastischen Chirurgen folgen zu können, dann erwarten Sie besser, eine gute Zufriedenheit nicht verhindern zu können.

Weitere, ausführliche Informationen zu diesem Thema erhalten Sie auf dieser Website unter der Haupt-Rubrik >>> Downloads >>> Fettabsaugung.

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Beratungstermin in unserer Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Darmstadt

Für weitere Informationen stehe ich Ihnen gerne in meiner Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Darmstadt zur Verfügung.

Mo-Fr von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr, außer dienstags. Vereinbaren Sie bitte einen persönlichen Beratungstermin unter:

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