Dr. med. Roman Fenkl
Plastische & Ästhetische Chirurgie
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Narben am Bauch, Narben am Rumpf

Viele Menschen werden am Bauch operiert. Viele Menschen erleiden im Rahmen von medizinisch sinnvollen Operation kleinere und größere Narben, die ihren Körper stark entstellen können. Verständlicher Weise kommt es dem Allgemeinchirurgen oder Gynäkologen oft nicht darauf an, eine möglichst optimale, ästhetische Narbe zu hinterlassen, wenn er gerade eine gefährliche Operation erfolgreich beendet hat. Es kommt ihm mehr auf die Funktion und das sichere Überleben an als auf die Ästhetik.

Das geht den meisten Patienten am Anfang auch so. Erfahrungsgemäß wird jedoch die operativ erzielte Heilung nach gewisser Zeit als „selbstverständlich“ hingenommen. Zurück bleiben die Narben, die oft schwerwiegende persönliche Probleme hinterlassen können. Da gehen junge Menschen nicht mehr ins Schwimmbad, da entstehen Schamgefühle und oft gravierende partnerschaftliche Probleme, da es den Betroffenen ums Verstecken ihres Narbenproblems geht. Nur im angezogenen Zustand, in dem mit Bekleidung das Problem verborgen werden kann, fühlen sich die betroffenen Personen sicher.

Das sind Situationen, die in dieser Form nicht vorkommen müssten, wenn die Betroffenen wüssten, an wen sie sich zur Korrektur wenden können bzw. was in ihrem Fall getan werden kann. Der Plastische und Ästhetische Chirurg hat diesbezüglich einen ganzen Sack an verschiedenen Möglichkeiten und Techniken in seinem Repertoire parat, diesen Menschen zu helfen.

Jedes Narbenbild ist individuell. Manche Personen, die in der Jugend z. B. eine Bauchoperation haben durchstehen müssen und damals eine relativ unauffällige Narbe hatten, entwickeln mit zunehmendem Alter und zunehmendem Gewicht plötzlich auffälligere Narben. Was ist geschehen? Die alte Narbe hat Verbindung zur muskulären Bauchdecke, eine natürliche Fettgewebsschicht wurde beim Wundverschluss nicht zwischengelagert. Das Fettgewebe der Bauchdecke vermehrte sich mit zunehmendem Alter, die auf der Bauchdecke angewachsene Narbe blieb bestehen und wirkt nun wie eingezogen. Der Plastische Chirurg kann hier z. B. - in örtlicher Betäubung oder in Narkose - die Narbe von der Anwachsung an der Bauchdecke lösen, sie Ausschneiden und den Defekt mit einer Fettgewebs - Lappenplastik von den Wundrändern her unterfüttern. Hierfür ist ein besonders schonendes operatives Vorgehen gefragt, den das Fettgewebe ist besonders empfindlich gegen Verletzungen und grobe operative Manipulationen. Über der Fettlappenplastik wird die Wunde in mehreren Schichten fein durch innerhalb der Haut liegende Nähte (sog. Intrakutannähte) verschlossen, damit am Ende und nach sorgfältiger Nachbehandlung ein feiner Narbenstrich übrig bleibt.

Viele Frauen erleiden nach einem Kaiserschnitt ebenfalls solche Narbeneinziehungen, die auf der Bauchdecke festwachsen. Die darüber liegende Bauchdecke erschlafft mit der Zeit und es entwickelt sich eine Bauchfettschürze mit Schwitzfalte, die sehr häufig zu chronischen Infektionen der Haut (medizinisch: Intertrigo) neigen und sehr störend sein können. Wie bereits beschrieben, kann hier eine Fettlappenplastik Abhilfe schaffen. Ist jedoch die Bauchdecke durch vorausgegangene Schwangerschaften, Übergewicht oder Alterung derart stark erschlafft, dass sie selbst behandelt werden müsste, kann es sinnvoll sein, Kaiserschnittnarben im Rahmen einer Bauchdeckenstraffung zu entfernen. Sie werden einfach in die neue, geplante Straffungsnarbe integriert. Bauchdeckenstraffungen sind gerade für solche Menschen ein regelrechter Segen und führen konstant zu großer Zufriedenheit mit positiver Veränderung der gesamten Lebenssituation (siehe "Bauchdeckenstraffung").

Blinddarmnarben können sehr entstellend wirken. Sie sind relativ leicht ambulant in örtlicher Betäubung zu korrigieren. Mit „leicht“ ist das Empfinden für den Patienten gemeint. Die OP - Technik für optimale Narbenkorrekturen ist für den Operateur technisch durchaus anspruchsvoll und muss daher mit aller Sorgfalt angewendet werden. Die Ergebnisse sind in unserem Patientengut regelmäßig als sehr zufriedenstellend und unauffällig einzuordnen.

Narben am Rücken sind nicht selten leider ein echtes Problem. Die Operation selbst ist nicht schwieriger als andere. Hauptproblem ist aber, dass jeder Mensch dazu tendiert, im Sitzen und Stehen mit den Schultern nach vorne zu fallen (kein Mensch kann stundenlang mit einem stocksteifen Rücken dasitzen). Dadurch erhöht sich die Spannung auf die Rückenhaut oft beträchtlich, womit sich die operierten Personen trotz perfekter OP - Technik selbst allmählich ihre Narben breit ziehen, bevor die Narbe eine ausreichende Eigenfestigkeit erreicht hat (siehe "Die Narbenheilung und Ausbildung von Narben nach Operationen"). Trotz aller Nachbehandlungs - Bemühungen kommt es daher gerade bei jungen Menschen häufig zu ungewollt verbreiterter Narbenbildung am Rücken. Das ist anders bei älteren Personen mit bereits erschlaffter Rückenhaut. Hier werden die Narben typischer Weise fein und unauffällig, da die Hautspannung als wesentliche Ursache einer Narbenverbreiterung wegfällt.

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Beratungstermin in unserer Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Darmstadt

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