Dr. med. Roman Fenkl
Plastische & Ästhetische Chirurgie
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Alterung Körper

Die Alterung des Körpers ist - ebenso wie die des Gesichts - von den allgemeinen Risikofaktoren, geprägt, vor allem durch übermäßige Sonnenbestrahlung und chronischen Nikotingebrauch.

Der Effekt der Sonnenbelastung der Haut ist für mich manchmal dramatisch erkennbar, wenn ich Patientinnen untersuche, die sich oft im Laufe ihres Lebens in der Sonne aufgehalten, aber immer ihren Bikini oder Badeanzug getragen haben. Oft schon habe ich eine eindrucksvolle Alterung im Décolleté oder der Oberarme vorgefunden mit einer unglaublich jung erscheinenden Brusthaut, die ihre jugendliche Elastizität fast vollständig noch besitzt. Solch drastische Unterschiede sind für mich erschreckend und verschaffen mir einen ordentlichen Respekt vor der Sonne. Denn man darf nicht vergessen, dass wir nicht mehr dieselbe Erdatmosphäre wie vor 30 oder 50 Jahren haben. Die vor ionisierender Weltraumstrahlung schützende Ozonschicht der Erdatmosphäre ist an vielen Orten der Erde von den Menschen inzwischen fast vollständig zerstört worden. Die Strahlen der Sonne treffen wie unzählige, winzige Torpedos auf unsere Hautoberfläche ungebremst auf, dringen in die Haut ein und „zerbrechen“ die elastischen und Kollagenfasern, die unserer Haut die ursprüngliche Elastizität verleihen, in vielen Fällen muss man sagen: „verliehen haben“, in Bruchstücke.

Sonne und Nikotin sind natürlich nicht die einzigen Alterungsfaktoren. Der Abfall der biologisch wichtigen, aufbauenden Hormone in der Menopause (Frau) und Andropause (Mann) lässt den Gehalt an nützlicher, natürlicher Hyaluronsäure der Haut wie im Gesicht oft dramatisch schwinden, womit auch die Hautelastizität zunehmend abnimmt. Niemand wird die erschlaffte, gealterte Haut des Körpers mit Hyaluronsäure großflächig auffüllen, das wäre viel zu teuer und viel zu aufwändig. Statt dessen kommen zunehmend Straffungsoperationen in Betracht, sofern nicht rechtzeitig durch eine geeignete Hormonersatztherapie oder andere effektive Maßnahmen den Alterungsvorgängen entgegengewirkt wird.

Gewichtszunahme am Rumpf

Vielfach äußert sich die natürliche Alterung derart, dass Gewebe-Volumen im Gesicht verloren geht und zugleich am Körperstamm zunimmt. Das ist bei allen Menschen derselbe Vorgang. Darum wollen ältere Menschen, unter ihnen meine inzwischen verstorbene Großtante, trotz gesundheitlicher Probleme im Alter nicht mehr gerne abnehmen, weil sie durch die zusätzliche Abnahme der Gesichts-Fettanteile „aussehen wie der Tod“ (so hatte es meine Großtante damals formuliert und ihren übergewichts-bedingten Altersdiabetes statt dessen in Kauf genommen).

Gefördert wird die Gewichtszunahme des Körperstamms vor allem durch die regelmäßige Zufuhr von Alkohol, oft das tägliche, „gemütliche Gläschen Rotwein am Abend“. Alkohol ist geballte Energie in Reinstform und wird bevorzugt am Körperstamm (am Rumpf) angesetzt, typischerweise mehr innerhalb des Bauchraums zwischen den Darmschlingen als unter der Bauchhaut, wo man es absaugen könnte.

Hierzu eine wahre Geschichte aus meiner Praxis, wie ich sie schon öfter erlebt habe: Ein ärztlicher Kollege mit durchaus gepflegtem Äußeren, aber sehr dickem Bauch und schlanken Extremitäten kam eines Tages in meine Sprechstunde, weil er sehr unter seinem prominenten Bauch litt, den er von mir abgesaugt haben wollte. Seine Ehefrau, „rank und schlank“, mache sich deshalb oft über ihn lustig und das belaste ihn sehr. Er habe schon alle Abnehm-Kuren erfolglos versucht, betreibe auch einigermaßen regelmäßig Sport, aber alles habe nichts geholfen. Ich untersuchte den Herrn und musste feststellen, dass es trotz des monströs sich vorwölbenden Bauches praktisch nichts gab, das man absaugen konnte: Die Fettschicht unter der Haut war maximal 1,5 cm dick. Hier hatte sich also alles Fettgewebe innerhalb des Bauchraumes angesammelt, wie ich es schon öfter bei Männern beobachtet hatte. Es lag eine eindeutig krankhafte Fettgewebsverteilung vor, wahrscheinlich eine Stoffwechselstörung. Ursache war offensichtlich nicht zu üppiges Essen (Kalorienzufuhr) und auch kaum zu geringer Kalorienverbrauch (Tennisspieler). Wie also kam es zu dieser auffälligen Verteilungsstörung? Erst nach einem langen Gespräch kam heraus, dass er sehr gerne und jeden Tag mit seiner Ehefrau zusammen eine Flasche Wein am Abend genießt. Eigentlich nicht viel, aber es reichte, um seinen Stoffwechsel derart stark durcheinander zu bringen. Der Alkoholgehalt im Wein ist eine starke Energiequelle, wie schon im allgemeinen Teil erwähnt. Noch schlimmer scheint jedoch der Eingriff der „biologisch hochaktiven, chemischen Substanz Alkohol“ in den Stoffwechsel meines Patienten zu sein. Seine Frau, die angeblich immer etwa die gleiche Menge trank, hatte keine Figurprobleme. Offensichtlich hatte sie - biochemisch gesehen - einen anderen Stoffwechsel, der mit der Belastung durch Alkohol besser zurecht kam. Für meinen Patienten gab es keine vernünftige chirurgische Therapie und ich musste ihm empfehlen, auf Alkohol so strikt wie möglich zu verzichten. Ich hoffe, dass er es tut, denn sonst sind für ihn schwere gesundheitliche Schäden vorhersehbar.

Cellilitis oder Cellulite

Das eingedeutschte Fachwort Wort „Cellulitis“ weist die Endung „-itis“ auf, die im medizinischen Sprachgebrauch immer ein entzündliches Geschehen bezeichnet.

Ich habe sehr lange versucht, herauszufinden, was diese sogenannte „Entzündung“ überhaupt bedeuten soll. Die Einen meinen damit die Haut, die Anderen sehen die Cellulite eher im Fettgewebe unter der Haut lokalisiert. Fast immer waren Frauen davon betroffen. Welche medizinisch fassbaren Veränderungen jedoch hierdurch stattfinden, wird nirgendwo hinreichend fachgerecht beschrieben. Daher stellte sich als klare und eindeutige Definition der Cellulite folgende Schlussfolgerung heraus: „Ich weiß nicht was Sie haben, aber es sieht wirklich nicht schön aus …“.

Mit dieser sehr cleveren Formulierung wird ziemlich viel Geld verdient, indem alle möglichen Behandlungsmethoden angewendet werden. Meist wirken sie nicht. Die Erklärung der „Therapeuten“ für die Unwirksamkeit: „Offensichtlich spricht Ihre Haut nicht auf die Behandlung an …“ Damit wird ein Haken hinter den Verdienst gemacht.

Doch was ist Cellulite wirklich? Nach meinem Dafürhalten scheint es eine unangenehme, regelmäßige Wellung der Hautoberfläche zu sein, die mit zunehmendem Alter verstärkt auftritt und natürlich ästhetisch stört. Sehr sicher hat sie rein gar nichts mit einer „Entzündung“ zu tun. Sie ist vielmehr eine natürliche Veränderung, die vor allem mit einer Zunahme des Fettgewebes unter der Haut (ausdrücklich nicht mit einer reinen Gewichtszunahme) zu tun zu haben scheint. Da Frauen in aller Regel einen wesentlich höheren Anteil an Fettgewebe und gleichzeitig eine sehr viel dünnere Haut als Männer haben, macht sich das „cellulitische Phänomen“ bei ihnen deutlich stärker bemerkbar. Die Besonderheit dabei ist, dass weder die Haut noch das Fettgewebe unter der Haut „krank“ zu sein scheinen.

„Cellulitis ist Erdbeere“! Das ist es, was ich herausgefunden habe, natürlich bewusst etwas provokativ formuliert. Die medizinisch-anatomische Erklärung hierfür lautet folgendermaßen: Zwischen der Haut des Körpers und der darunter liegenden Muskulatur (egal an welcher Stelle von Rumpf oder Extremitäten) befindet sich Fettgewebe, das sog. „subkutane Fettgewebe“. Dieses Fettgewebe hat sehr wichtige Eigenschaften, denn es sichert die Verschieblichkeit der Haut gegen die darunter gelegene Muskulatur ebenso so ab wie es tangential auf die Haut auftreffende Scherkräfte aufnimmt, etwa im Bereich der Oberschenkel-Rückseiten beim Herunterrutschen von einer Stuhlkante. Dennoch ist es zur gleichen Zeit in der Lage, eine Art „Stoßdämpfer-Funktion“ zu übernehmen, womit direkt auf die Haut aufprallende Kräfte gedämpft und wellenförmig zu den Seiten verteilt werden. Das Resultat ist dann ein Hämatom (Bluterguss unter der Haut), jedoch in den seltensten Fällen ist die Schlagstärke ausreichend stark, um die Haut an dieser Stelle zum Absterben zu bringen. Dank unserem Fettgewebe.

Das subkutane Fettgewebe kann diese wichtigen Funktionen nur erfüllen, indem es einen speziellen, an die zu erwartenden Belastungssituationen angepassten Aufbau aufweist. Ganz sicher ist es nicht eine „gelbe, fließende Marmeladeschicht“. Vielmehr sind die hochgradig empfindlichen Fettzellen unter der Haut in einer Art Kolonien organisiert, die voneinander wiederum durch feste Septen (sehr feste, bindegewebige Wände) getrennt sind. Diese Septen sind in jeder Region des Körpers anders angeordnet, immer aber so, dass sie die zu erwartenden Kräfte auf die Hautoberfläche optimal abdämpfen können. Meist verlaufen sie vertikal von der Muskelhülle (medizinisch Faszie) zur Haut, in der sie sich verankern. Diese Septen bestehen vorwiegend aus kollagenen Fasern, sind zwar beweglich (nicht „stocksteif“ wie Betonsäulen, eher wie Girlanden), geben jedoch in der Länge nicht nach, lassen sich also nicht so leicht dehnen. Das sollen sie laut Natur auch nicht, sonst könnten sie ihre „Puffer-Aufgaben“ nicht gut genug erfüllen. Es handelt sich also um bewegliche, anpassungsfähige, aber nicht dehnbare Weichteil-Gebilde unter der Haut.

Im Laufe des Alterungsvorgangs nimmt die Muskelmasse bei jedem Menschen ab und die Fettgewebsmenge unter der Haut nimmt zu (darum wirken wir im Alter korpulenter, obwohl wir über Jahre unser Gewicht auf der Waage halten). Das zunehmende Fettgewebe braucht Platz. Da die Septen der Fettgewebsschicht nicht nachgeben und die darunter gelegene Muskulatur auch nicht, bleibt nur noch eine „Schwachstelle“ übrig: die Haut. Dort, wo die Septen in die Haut einstrahlen, gibt diese nicht nach, dafür aber an denjenigen Stellen, wo sie nicht „festgehalten“ wird, wo die einzelnen Fettzell-Kolonien sitzen. Es entwickelt sich ein umschriebene Vorwölbung der Haut an vielen Stellen, was wir als Hautunregelmäßigkeiten wahrnehmen, die ähnlich aussehen können wie ein gepflasterter Weg, eine Art „Pflasterstein-Relief“.
Eine viel bessere Beschreibung dieses Effektes fiel mir einmal in einem meiner Sommerurlaube auf. Es gab knackig-frische Erdbeeren zum Frühstück. Die Oberfläche dieser Erdbeeren sah ähnlich aus wie eine Cellulite-Hautoberfläche. Ich schnitt die Beere auf und erkannte die Ursache: Die Erdbeere hatte ähnliche Septen wie die menschliche Haut, mit dem gleichen Effekt der Einziehung der Oberfläche überall da, wo die Septen in die Hautoberfläche einstrahlen. Ich habe das für Sie fotografiert, um es Ihnen besser erklären zu können.

Diese Erscheinungsform zu beheben, gibt es einige Möglichkeiten: Entweder der viel beanspruchte „Sport“, der im Idealfall zu einer Vermehrung der Muskelmasse und gleichzeitigen Reduktion der subkutanen (unter der Haut befindlichen) Fettgewebs-Masse führen soll, so dass der Druck von innen auf die Haut wegfällt, sie glättet sich. Das gelingt in den seltensten Fällen.

Alternativ werden „Massagetherapien“ angeboten. Sie können nur wirken, wenn sie die Bindegewebs-Septen „irgendwie dehnen“. Die Haut könnte dann glatter erscheinen, würde jedoch im Stehen deutlich stärker absinken, weil sie weniger Halt vom Untergrund her hat, eigentlich ein unerwünschter Zustand.

Die einzige mir bekannte, wirklich effektive Therapie gegen die unschöne Cellulite ist die feine Fettgewebsabsaugung (Liposuktion) der betroffenen Körperregion. Hierbei wird die Fettgewebsschicht unter der Haut so weit reduziert (keinesfalls vollständig, denn wir brauchen sie noch), dass die Bindegewebssepten nicht mehr unter Maximalspannung stehen und die Hautoberfläche sich wieder glätten kann. Nach der Operation werden die abgelösten Hautschichten durch optimal angepasste Kompressionskleidung wieder glatt an den Untergrund angelegt, wo sie zunächst festkleben und anschließend mit dem Untergrund dauerhaft verwachsen, was das Cellulite-Erscheinungsbild im Allgemeinen behebt, je nach Qualität der Operation und Qualität der Haut der Patientin. Vielen meiner Patientinnen konnte auf diese Weise bereits gut geholfen werden, jedoch habe ich allen von ihnen ausdrücklich gesagt, dass ich ihnen den erwünschten bzw. erhofften Behandlungserfolg keinesfalls versprechen kann. Übertriebene Erwartungen nach jugendlich-glatter, spannkräftiger Haut sind auch hierbei fehl am Platz. Vielmehr ist der OP-Effekt mit einer „Verbesserung“ des störenden Erscheinungsbildes besser umschrieben.

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