Dr. med. Roman Fenkl
Plastische & Ästhetische Chirurgie
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Alterung - Allgemeine Aspekte

Der Vorgang der Alterung ist ein äußerst komplexes, kompliziertes Geschehen, das ich hier versuchen will, in möglichst einfachen und verständlichen Worten zu erklären, soweit ich überhaupt dazu in der Lage bin und soweit ich selbst die Alterung auch verstanden habe. Es gibt nicht wirklich „die Alterung“ an sich, die wir alle problemlos und intuitiv zu erkennen in der Lage sind, meistens bei anderen Menschen schneller als bei uns selbst. Doch obwohl wir das Altern zu „erkennen“ in der Lage sind, scheint es immens schwer, zu beschreiben, was die Alterungserscheinungen, die wir zu erkennen meinen, überhaupt bewirkt. Um Alterungserscheinungen erfolgreich behandeln zu können, muss man sie zuerst einmal verstehen.

Die Alterung hat etwas mit Evolution zu tun, das hat schon Charles Darwin im 19. Jahrhundert herausgefunden. Dabei stellte er fest, dass je schneller der Generationenwechsel einer Spezies (Art) war, d. h. je weniger alt das Individuum einer bestimmten Art wurde, umso besser die Anpassungsfähigkeit an bestimmte evolutionäre Vorgänge wurde. Anders gesagt: Je weniger alt ein Individuum wurde, desto leichter fiel es seiner Art, sich an Veränderungen des Weltgeschehens (Evolution) anzupassen.
Im Umkehrschluss heißt dies: Je älter wir werden, desto weniger erwünscht ist unsere Anwesenheit im „Kampf um Leben und Arterhaltung“. Das klingt hart und gefühllos, ist jedoch so sicher wie das Amen in der Kirche. Evolution bedeutet Erneuerung. Erneuerung lässt sich mit Alter nicht bewerkstelligen.

Umso paradoxer erscheint in diesem Sinne, dass sich ständig Individuen in uns - unsere Zellen - für den Gesamtorganismus opfern. Zum Beispiel unsere Immunabwehr-Zellen, die Weißen Blutkörperchen (Leukozyten) opfern ihr Dasein in jeder Sekunde unseres Lebens, um das Gesamtüberleben von uns, des Individuums, zu sichern. Man nennt diesen Vorgang des „Zellen-Kamikaze“ wissenschaftlich „Apoptose“. Pro Tag opfern auf verschiedene Weise Millionen von Zellen unseres Körpers ihr Dasein, um das „Gesamtprojekt Mensch“ am Leben erhalten zu können. Eine anerkennenswerte Leistung der Natur.

Wenn wir also „Alterung“ richtig begreifen wollen, dann müssen wir den täglichen Tod unzähliger, eigener Zellen in Kauf nehmen. Es gibt namhafte Wissenschaftler, die errechnet haben, dass spätestens nach ca. 9 Jahren sämtliche Zellen unseres Körpers komplett ausgetauscht sind, wir also spätestens nach ca. 9 Jahren „komplett neu“ aufgebaut sind. Trotzdem fühlen wir uns als „Dieselben“. Ein wahres Wunderwerk der Natur!

Wenn wir altern, verringert sich die Rate an Zellteilungen in unserem Körper, die „Erneuerung“ findet weniger intensiv statt. Dafür gibt es gute Gründe und die sind zahlreich:

Genetische Gründe

In unserem Erbgut ist grob fest gelegt, wie alt wir nach dem Willen der Natur werden sollen. Dennoch gibt es viele Einflussfaktoren, die hier Änderungen herbeiführen können und so den einen Menschen wesentlich länger leben lassen als den anderen:

Erbliche Krankheiten

Viele Menschen leiden unter erblich bedingten Krankheiten wie dem Diabetes oder erhöhten Blutfetten. Diese Krankheiten bewirken im Laufe des Lebens einen schnelleren „Verschleiß“ des Körpers, vor allem durch eine allmähliche Verringerung der Durchblutung der Körpergewebe, „Arteriosklerose“ genannt. Heute ist bestens bekannt, dass eine gesunde Lebensweise und Ernährung sowie regelmäßige sportliche Betätigung hier wirksame Möglichkeiten der Gegenregulation bieten. Bestes Beispiel dafür ist z. B. die amerikanische Schauspielerin Halle Berry, seit Kindheit an Diabetes Typ 1 erkrankt. Das hinderte sie allerdings nicht an einer erfolgreichen Karriere, sie wurde zur „Sexiest Woman Alive“ gekürt, wurde Oskar-Preisträgerin und bekam sogar im Alter von 42 Jahren ihr erstes Baby. Andere mit der gleichen Erkrankung sind mit 42 Jahren bereits tot. Ooops, nicht aufgepasst ...

Manche Menschen leiden aus erblichen Gründen an einer Schwäche der Immunabwehr und bekommen dadurch leichter Infektionskrankheiten oder erleiden leichter Krebserkrankungen als andere. Die Möglichkeiten der modernen Medizin schaffen hier vielfach Abhilfe, gute und konsequente ärztliche Kontrollen vorausgesetzt.

Hormonregulation

Hormone sind der Motor und das Benzin unseres Körpers. Ohne Hormone funktionieren wir nicht, ohne Hormone kümmern wir. Hormone schaffen Ordnung in unserem Körper und  regulieren die meisten Stoffwechsel-Vorgänge, so dass wir funktionieren können. Gehen sie verloren, z. B. durch altersbedingtes „Ausbrennen“ wie bei den Eierstöcken der Frau in der Menopause oder durch operatives Entfernen hormonproduzierender Organe (z. B. Hoden, Schilddrüse, Hirnanhangsdrüse), dann entstehen tiefgreifende Veränderungen der Stoffwechselvorgänge im gesamten Körper, die sich erheblich auf Alterung und Gesundheit auswirken. So auch der Verlust der weiblichen Geschlechtshormone in der Menopause (sog. Wechseljahre), der, wie bereits beschrieben, sehr oft in Osteoporose und Oberschenkelhalsbruch mündet.

Zellerneuerung

Die Zellen, aus denen jeder Körper aufgebaut ist, tragen wesentlich zur Jugendlichkeit bzw. Alterung bei. Je langsamer sie nachreifen und sich erneuern, desto schneller findet Alterung statt. Hormone sind wesentliche „Antreiber“ der Zellerneuerung, beim Mann besonders das Testosteron, bei der Frau die Östrogene. Östrogene sind also nicht „schlecht“ oder „böse Krebsauslöser“, sie sind vielmehr außerordentlich wichtig!

Unsere Lebensweise

So wie wir leben, so altern wir. Das stimmt so, wie es hier steht. Natürlich ist man ja auch Mensch und möchte „leben“. Ich auch. Ein alter Sponti-Spruch aus den 70er Jahren besagt: „Alle angenehmen Dinge im Leben sind entweder ungesund, unmoralisch oder machen dick.“ Das stimmt auch. Doch der alte Gelehrte Paracelsus hilft hier weiter mit seiner berühmtesten Aussage: „Dosis facit venenum“ („Die Menge macht das Gift“). Und so ist es. Je mehr wir uns mit einer bestimmten Sache schädigen, desto schneller altern wir, desto früher sterben wir.

Sonne und Solarium

An einer der ersten Stellen der Alterungsfaktoren steht leider die Sonnenstrahlung und das Solarium. Die Sonne schädigt in zu hoher Dosis das größte Organ des menschlichen Körpers, die Haut, ganz erheblich. Je heller der Hauttyp, desto gefährlicher die Sonne. Aber auch dunkle Typen, die schnell braun werden, altern in der Sonne wesentlich schneller. Das berühmte, „angenehme“ Sonnenbad ist pures Gift für die Haut und lässt sie dramatisch schnell altern.

Fazit: Urlaub im Süden ja, aber im Schatten, mit 50er Sonnencreme und ohne Ambitionen, „knackig braun“ zu werden. Sonnenbräunen ist wie das Zudrehen einer Schraube: Nach fest kommt locker ... Nach knackig-braun kommt faltig-hängend ..

Rauchen und Nikotin

An gleicher Stelle der Alterungsursachen wie das Sonnenbad steht Nikotin. Rauchen ist neben der Sonne Alterungsfaktor Nummer eins. Viel zu oft sieht man gerade die begeistertsten Sonnenbader mit der Zigarette in der Hand. Das Drama ist hier bereits um die Ecke, wenn für die Betroffenen vielleicht auch noch nicht sichtbar. Für trainierte Ärzte ist es keine Schwierigkeit, eine „Raucherhaut“ zu erkennen. Sie ist fahlgrau von den Ablagerungen der Teerpigmente (über die Blutbahn) und sie hat deutlich an Elastizität verloren. Das berühmte Endstadium der Raucherhaut ist das sog. „Pflasterstein-Relief“ der Gesichtshaut, ein unschönes Faltenmuster, das niemand wirklich gerne haben möchte.
Fazit: Sofern Ihnen Alterung etwas ausmacht, sollten Sie Zigaretten und Nikotin als „Todfeind“ betrachten. Lassen Sie es einfach sein! Endlich!

Alkohol

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Alkohol. In vielen Gesellschaften wird der Genuss von Alkohol als „normal“ betrachtet. Das stimmt auch, wenn man als „normal“ das bezeichnet, was fast alle machen. Wenn man jedoch nicht wie alle anderen altern will, sollte man sich auch beim Alkohol etwas zügeln. Alkohol, auch wenn er nicht betrunken macht, greift als biologisch aktive chemische Substanz tief in alle Stoffwechselvorgänge des Körpers ein und verändert diese zu unserem Nachteil. Ganz besonders die betonte Fettgewebsanlagerung am Körperstamm (z.B. „Bierbauch“) und die roten Äderchen (sog. Teleangiektasien) im Gesicht, besser bekannt als „Schnapsnase“, ist hier gemeint. Auch ich selbst genieße gerne ein Gas Bier oder Wein. Aber: Genießen heißt nicht „Durst löschen“. Genießen heißt, mit einer kleinen Menge „Große Gefühle“ wahrnehmen! Damit ist die zweite und dritte Bierflasche am Abend gestrichen, der restliche Durstlöscher ist alkoholfrei ... Das geht wirklich!

Fazit: Jede Form des Alkohols, die regelmäßig eingenommen wird, gefährdet unsere Gesundheit, unsere Figur und führt zur beschleunigten Alterung. Gönnen Sie sich höchstens ein bis zweimal die Woche eine „Belohnung“ in Form eines alkoholischen Getränks Ihrer Wahl. Dann haben Sie nichts verloren, aber viel gewonnen.

Übergewicht

Wesentlich für die Alterung ist ein Übergewicht. Menschen, die zu viel wiegen, belasten nicht nur ihre Gelenke und erleiden bald Arthrose (der künstliche Gelenkersatz ist dann auch schon bei jungen Menschen nicht mehr weit entfernt), sondern es belastet den gesamten Körper. Das Herz muss gegen einen „Berg von Fleisch“ anpumpen und damit natürlich gegen einen zu großen Widerstand, der es schneller erschlaffen lässt. Zuvor jedoch kommt der Bluthochdruck und vor der Herzerschlaffung der Herzinfarkt oder Schlaganfall. Mit Schlaganfall und Halbseitenlähmung oder Sprachverlust haben die meisten Menschen, so hart das auch klingt, keine großen Ambitionen mehr, alt zu werden.
Menschen mit Übergewicht entwickeln weiterhin sehr oft Diabetes (erhöhten Blutzucker), der die Blutgefäße und Nerven angreift. Hierdurch kommt es nicht nur zu einer beschleunigten Blutgefäßverkalkung (ähnlich wie beim Rauchen, darum schädigen sich übergewichtige Menschen, die dazu noch rauchen, mehr als doppelt), sondern der erhöhte Blutzucker frisst auch die feinen Nerven an (Fachbegriff: Diabetische Neuropathie), was bedeutet, dass Beine, Füße, Arme und Hände immer weniger empfindlich und am Schluss sogar taub werden. Als letzte Stufe folgt das „Abfaulen“ des Gewebes als Folge der Mangeldurchblutung (Fachbegriff: Diabetischer Fuß). Die Mangeldurchblutung betrifft natürlich auch die Geschlechtsorgane bei Mann und Frau, weshalb - natürlich - auch die sexuelle Potenz bei übergewichtigen Menschen schneller nachzulassen pflegt.

Fazit: Achten Sie auf Ihre Ernährung. Sie sollten ein Körpergewicht anstreben, das Ihre Körpergröße in Zentimetern minus 100 nicht übersteigt (sog. „Normalgewicht“). Das „Idealgewicht“ liegt noch einmal 10% unter dem Normalgewicht. Das Weglassen eines regelmäßigen Alkoholgenusses wird Ihnen sehr dabei helfen, denn Sie wissen, dass in Alkohol unglaublich viel Energie steckt. So viel, dass wir damit sogar Autos fahren können ...

Stress

Viele Menschen sind beruflich oder familiär sehr eingespannt. Sie arbeiten hart, essen fast nur beiläufig, fühlen sich aufgrund der vielen Arbeit ausgelaugt, „gestresst“. Stress ist eigentlich, so wie die Natur ihn geschaffen hat, etwas Gutes und Sinnvolles. Der Moment, in dem einer unserer Ur-Vorfahren, die Keule in der Hand, einen Säbelzahntiger in freier Wildbahn zu Gesicht bekam, verursachte in ihm einen ziemlich gesunden Stress: Der Adrenalinspiegel in seinem Körper stieg rasant an, mobilisierte sämtliche Glukosereserven  des Körpers ins Blut, damit die Muskulatur unmittelbar allen Brennstoff und alle Energie zur Verfügung bekam, um eine wichtige Sache zu tun: Schnell wegrennen! Eine Besonderheit hat Stress auch: Er macht uns unsensibel, auch gegen Schmerzen. Menschen, die den Anfall eines Raubtieres überlebt haben, schilderten, sie hätten trotz schlimmster Bissverletzungen keinerlei Schmerzen empfunden. Erst danach.
Fazit: Stress macht uns extrem leistungsfähig und unempfindlich für unangenehme, sogar schmerzhafte Einflüsse. Stress ist gut, aber auf Dauer schädlich. Jeder Automotor, der ständig auf Hochtouren gefahren wird, versagt viel schneller. So geht es auch unserem Körper. Darum sollten wir, wenn wir nicht allzu schnell altern wollen, die regelmäßige Stressbelastung so weit wie es geht reduzieren. Aber bitte, lassen Sie für Ihre Arbeitskollegen nicht ihre ganze Arbeit übrig, um diese dann schneller altern zu lassen. Machen Sie lieber gemeinsam früher Feierabend ...

Sport- und Bewegungsmangel

Viele Menschen glauben, „Sport ist Mord“. Dieser Spruch, meines Wissens von Sir Winston Churchill, dem früheren Premierminister Englands abstammend, wurde nicht von ihm überlebt ... Sport hält uns nicht nur körperlich fit. Sport heilt uns in vielerlei Hinsicht. Natürlich kommt das auf die Sportart an. Oft sind die preisgünstigsten Sportarten die besten. Allgemein gilt jedoch: Egal wie Sie sich bewegen, Hauptsache Sie bewegen sich! Damit verbrauchen Sie Energie, Sie reduzieren Ihr Gewicht, fördern die Durchblutung nicht nur des gesamten Körpers, sondern vor allem auch des Gehirns. Damit sind Sport treibende Menschen nachgewiesener Maßen zu höheren geistigen Leistungen fähig. Jüngere Studien haben sogar etwas nachgewiesen, was man in der Wissenschaftswelt vor Kurzem noch nicht für möglich gehalten hatte: Auch bei älteren, erwachsenen Menschen kann eine Ausdauer-Sportart gewisse Regionen des Gehirns wachsen lassen! Als ich studierte, war ein Herzinfarkt oder eine Durchblutungsstörung des Herzens etwas nicht mehr Gutzumachendes. Das ist heute wissenschaftlich widerlegt. Wir wissen jetzt, dass auch ein durchblutungsgestörtes Herz unter einer kontrollierten, nicht übertriebenen aber wiederholten Trainingsbelastung in der Lage ist, eine neue Durchblutung aufzubauen, wieder leistungsfähig zu werden. Das Gleiche gilt für Durchblutungsstörungen der Beine, wie wir sie beim Raucherbein oder bei Diabetes finden. Regelmäßiges Ausdauer-Training kann sehr viel wieder reparieren und Lebensqualität zurückbringen.

Ganz wesentlich ist die Muskelmasse des Körpers: Aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse konnten beweisen, dass Muskeln enorm wichtig für die Körpergesundheit sind: Je mehr Muskeln, desto gesünder der Körper. Muskeln verbrennen auch Kalorien, wenn sie nicht eingesetzt werden. Besitzt man also mehr Muskelmasse, dann wird man bei gleicher Kalorienzufuhr weniger Gewicht zunehmen als ein Mensch mit weniger Muskelmasse. Umgekehrt fällt das Abnehmen umso schwerer, je weniger Muskeln man besitzt. Gewichtsreduktion ist also zwingend und direkt abhängig von der körperlichen Trainingsaktivität eines Menschen.

Ein Beispiel: Ich habe ehemals sehr übergewichtige Patientinnen und Patienten, die 40-60 kg an Gewicht erfolgreich reduziert haben, bis sie einen Punkt erreicht haben, an dem nichts mehr ging: Sie waren immer noch übergewichtig, schafften es aber, trotz aller Essensdisziplin - nicht mehr, auch nur noch ein einziges Gramm weiter abzunehmen. Was war geschehen? Ebendiese Menschen haben sportliche Übungen bzw. Training ihrer Muskulatur verweigert. Mit zunehmendem Gewichtsverlust setzte ein natürlicher Schutzmecanismus des Körpers gegen Verhungern ein (ein Mechanismus aus noch steinzeitlichen Evolutionsperioden), der ihren Bewegungsdrang immer weiter reduzierte, so dass sie auch immer weniger Kalorien verbrachten … intuitiv. Je mehr sie abnahmen, desto mehr reduzierten sie ihr Bewegungsmuster auf das unbedingt Notwendige und umso weniger Kalorien verbrauchten sie. Die Muskulatur wurde mangels Aufbau immer weniger und ihr Energieverbrauch wurde ebenfalls immer geringer, trotz nur noch minimaler Essenszufuhr. Wird dieser Kreislauf nicht durch vermehrte körperliche Aktivität unterbrochen, dann geschieht entweder gar nichts oder - meistens - geben diese Menschen frustriert auf und nehmen wieder zu, weil sie keine Abnehm-Erfolge mehr erkennen können.

Regelmäßige sportliche Betätigung ist übrigens sogar erwiesener Maßen wirksam als Prophylaxe gegen Krebserkrankungen.
Fazit: Belasten Sie Ihren Körper sportlich, wenn möglich ausdauernd. Wenn Sie nicht fit sind, dann fangen Sie klein an und steigern Sie allmählich. Herzkranke sollten sich zum Koronarsport anmelden, den es in jeder Stadt gibt. Haben Sie große geistige Ambitionen, z. B. ein zweiter Einstein zu werden, dann betreiben Sie Sport für Ihr Gehirn. Wenn Sie nicht joggen können, dann walken Sie (bitte quatschen sie nicht dabei, tauschen Sie den neuesten Klatsch lieber später telefonisch aus). Wenn Sie nicht gehen können, dann fahren Sie Rad oder gehen Sie schwimmen. Aber belasten Sie sich ausdauernd, um Muskulatur aufzubauen, um gesund zu werden, um jünger zu werden.

Sex

Sie werden es nicht glauben, aber Sex ist gesund. Wenn Sie das noch nicht wussten, dann wissen Sie es jetzt! Sexuelle Aktivität führt zur vermehrten Freisetzung von Sexualhormonen. Diese Hormone bauen bei Frau und Mann den Körper auf, bauen Muskel und wichtige Körpergewebe auf und führen zu einer schnelleren Zellerneuerung. Das heißt, sie machen jünger. Beim Mann z. B. ist vom Testosteron bekannt, dass es den Muskelaufbau fördert. Muskel ist sehr wichtig für die Verbrennung von Kalorien, auch in Ruhe. Unter Stress wird die Ausschüttung von Sexualhormonen im Körper blockiert (wir brauchen doch keinen Sextrieb, wenn wir vor unserem Säbelzahntiger wegrennen). Unter Dauerstress kommt es zum Verlust der Libido (des Sexualtriebs), damit zum Verlust von Sexualhormon und demzufolge zum Abbau von Muskelmasse. Jetzt verbrennen wir auch in Ruhe weniger Kalorien und Fettgewebe und werden dick. Dicker werden heißt höhere Herzbelastung (siehe oben) und eben schnellere Alterung. Sport erhöht - wissenschaftlich nachgewiesen - die Neubildung und Ausschüttung von Testosteron (männlichem Geschlechtshormon), dadurch wirkt regelmäßiger Sport diesem beschriebenen, mörderischen Kreislauf entgegen. Unabhängig davon fördert Sex gerade beim Mann die vermehrte „Entleerung“ des Prostata-Sekrets und reduziert damit nachweislich die Prostata-Vergrößerung mit all ihren Problemen im Alter.

Fazit: Reduzieren Sie Ihren täglichen Stress, damit Sie mehr Lust auf Sex haben. Dadurch bleiben Sie schlank und fit, potent und Ihre Prostata bleibt länger gesund, meine Herren. Aber bleiben Sie bitte bei einer einzigen Partnerin, schon allein des Oxytocins wegen (bitte ggf. googeln, sonst wird‘s zu lang), und außerdem bedeuten mehrere Partnerinnen wieder zu viel Stress und Sie wissen jetzt, was das bedeutet ...

Hygiene und Körperpflege

Alle Lebewesen dieses Planeten sind Gefahren unterworfen, die wir nicht sehen können, die jedoch unser Leben und unsere Lebenserwartung ganz erheblich beeinflussen können: Infektionen mit Bakterien, Viren, Pilzen und Parasiten. Es gibt sogar gute Gründe, weitere Infektionsursachen zu vermuten, wie z.B. mit Prionen.
Neuere wissenschaftliche Untersuchungen lassen sogar vermuten, dass Infektionen für verfrühte Verkalkungen unserer Arterien verantwortlich sein könnten, und damit auch für eine verfrühte Alterung. Vom Herzen kennen wir das gut: Manche bakteriellen Infektionen können, wenn die Keime ins Blut gelangen, sogar unser Herz, die Herzinnenhaut (Endokard), den Herzmuskel (Myokard) und sogar die Herzklappen angreifen und damit den zentralen Motor unseres Körpers zum Versagen bringen. Die sinkende Impfmoral in der Bevölkerung lässt bestimmte Bakterien (z.B. Meningokokken) sich wieder ausbreiten und die Schaltzentrale unseres Körpers, unserer Gehirn, direkt angreifen. Eine echte Katastrophe, die mit mehr Vernunft in der Bevölkerung und mehr Bereitschaft zur Impfung komplett verhindert werden könnte.

Besonders dramatisch sind die sog. HPV-Infektionen (von Human Papilloma Virus), gegen die man heute schon hervorragend impfen kann. Ein Heidelberger Professor bekam für die Entdeckung des Zusammenhangs zwischen dieser Virusinfektion und dem Entstehen von Viruserkrankungen der Gebärmutter sogar den Nobelpreis verliehen. Mittlerweile ist bekannt, dass diese Infektionen sogar Krebserkrankungen im Rachenbereich auslösen können. Empfohlen und bezahlt werden die Impfungen junger Frauen (Mädchen) von den Krankenkassen, die Durchimpfungsrate in Deutschland beträgt jedoch nicht mehr als 12 %! Die Überträger dieser fast nur sexuell transferierten Erkrankung, junge Männer, werden von den Krankenkassen völlig ignoriert und diesen Infektionen quasi als „Freiwild“ hemmungslos ausgesetzt, aus rein finanziellen Interessen der Krankenklassen. Die sehr niedrige Impfbereitschaft junger Frauen und die gesetzlich festgelegte Schutz-Verweigerung für junge Männer führt zu einer massiven Ausbreitung dieser sexuell übertragbaren Erkrankung, in Deutschland wie in der ganzen Welt.

Körperliche Hygiene, ebenso wie eine verbesserte Bereitschaft zu Vorsorgeimpfungen, können solche Erkrankungen stark reduzieren und Leben erheblich verlängern.

Infektionen bedeuten jedoch auch „Verschleiß“ des Körpers. Chronische Infektionen bedeuten ständigen Kampf des Immunsystems und damit auch vorzeitige Alterung.

Wie Sie wissen, „riechen“ manche Menschen, besonders wenn sie nicht regelmäßig duschen. Die bei jedem Menschen auf der Haut lebenden Bakterien zersetzen den - völlig geruchlosen - Körperschweiß und sorgen dabei für den charakteristischen „Schweißgeruch“ eines Menschen, dessen Geruchsqualität sich ziemlich exakt nach der Art der Bakterien richtet, die seine Haut besiedeln.
Regelmäßiges (nicht übermäßiges) Duschen und Wechseln der Duschhandtücher reduziert die Bakterien und Pilze auf unserer Haut und schafft damit eine reduziere Belastung unseres Immunsystems. Der Körper wird als Ganzes mehr entlastet und altert dadurch weniger intensiv.

Verbesserte Körper-, Infektions- und Essens-Hygiene lässt uns also weniger schnell altern, gesünder leben und längerfristig besser aussehen und leistungsfähiger bleiben.

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Beratungstermin in unserer Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Darmstadt

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