Dr. med. Roman Fenkl
Plastische & Ästhetische Chirurgie
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Alterung im Gesicht

Das Gesicht ist unsere ständig sichtbare „Visitenkarte“ und wir können es nicht mit Kleidung überdecken wie den übrigen Körper, um unschöne Stellen zu verstecken. Damit ist unser Gesicht etwas sehr Wertvolles, das wir möglichst gut schützen sollten. Dennoch wird oft leider allzu sorglos damit umgegangen. Gerade junge Menschen verhalten sich nicht selten so, als wäre ihre Jugendlichkeit und ihre wunderbar straffe, glatte Haut unzerstörbar. Allzu sorglos gehen viele von ihnen mit ihr um, das böse Erwachen kommt dann später, mit zeitlicher Verzögerung.

Im allgemeinen Abschnitt zur Alterung habe ich bereits die wichtigsten Risikofaktoren erwähnt und einzeln erklärt. Dort kann man sie speziell nachlesen.

Ganz besonders stark auf die Gesichtshaut wirken Sonne / Solarium, Nikotin und Alkohol.

Die Alterung des Gesichts ist in jüngeren Jahren besonders betroffen durch Schädigungsfaktoren wie übermäßige Sonnenstrahlung und Solarium, die die elastischen und kollagenen Fasern der Haut regelrecht in Bruchstücke aufspalten. Kollagene und elastische Fasern verleihen der Haut ihre Elastizität und Spannkraft. Zur Erhaltung der Elastizität benötigen die kollagenen und elastischen Fasern der Gesichtshaut jedoch Feuchtigkeit. Nur so können sie geschmeidig bleiben und werden nicht brüchig. Der Feuchtigkeits- und Wassergehalt der Haut kommt nicht von ungefähr. Das Wasser muss in den Hautschichten chemisch gebunden werden. Dazu dient in erster Linie die Hyaluronsäure, chemisch ein sogenanntes Glycosaminoglykan. Ein einziges Molekül Hyaluronsäure ist in der Lage, 200 Moleküle Wasser zu binden und in der Haut festzuhalten, damit die gewünschte Elastizität erhalten bleibt.

Alterungsvorgänge unserer Haut sind begleitet von einem zunehmenden, ab etwa dem 50. Lebensjahr dramatischen Verlust an Hyaluronsäure. Je öfter und länger die Haut im Laufe des Lebens der Sonne ausgesetzt war, umso stärker geht Hyaluronsäure verloren, ersatzlos. Hormonmangel, insbesondere nach den Wechseljahren, beschleunigt diesen Vorgang erheblich, da die anabole (gewebe-aufbauende) Wirkung der Hormone wegfällt.

Hyaluronsäure kann man auch nicht per Hautcremes in die Haut einbringen. Denn Hyaluronsäure ist - chemisch gesehen - hydrophil (wasserlöslich), die Haut ist stark lipophil (fettlöslich). Wollte man also Hyaluronsäure per Creme in die Haut einbringen, würde man es genauso schaffen, die Fettaugen auf der Suppe in der Suppe aufzulösen, ein nobelpreis-verdächtiges Projekt.

Dies ist der Grund, warum es keinen anderen Weg gibt, als Hyaluronsäre in die Haut einzuspritzen, um den erwünschten Aufbau- und Verjüngungs-Effekt zu erreichen. Hierzu hat die ästhetische Chirurgie inzwischen raffinierte Methoden entwickelt, um sicherzustellen, dass von den Behandelten hierbei keine Schmerzen empfunden werden. Die gesamte Prozedur wird damit durchaus gut verträglich, auch für Prinzessinnen und Prinzen.

Die natürliche Alterung des Gesichts umfasst mehrere Vorgänge zugleich, stellt also ein komplexes Geschehen dar. Aus intensiven Studien haben wir ein wesentlich besseres Verständnis für die Alterungsvorgänge im Gesicht gewonnen als noch vor wenigen Jahren.
Die frühere, „einfache“ Erklärung der Alterungsvorgänge im Gesicht, wobei man sich eine simple Erschlaffung der Gesichtshaut vorstellte und diese daher ebenso einfach nach hinten hinter die Ohren straffte, ist inzwischen widerlegt. Nicht nur durch die Wissenschaft, sondern auch durch die unzähligen, zur Unnatürlichkeit verzogenen, facelift-gestrafften Gesichter. Das sollte heute nicht mehr passieren.

Volumenverlust

Heute verstehen wir, dass einer der Hauptvorgänge der Alterung im Gesicht der Volumenverlust ist. Hierbei kommt es im Laufe der Lebensjahre zu einem kontinuierlichen Abbau der Gesichtsknochen. Man weiß, dass die Augenhöhle weiter wird, die knöchernen Strukturen von Augenbrauen und Mittelgesicht werden ebenso weniger wie der Unterkiefer mit seinem jugendlich-markanten Kieferwinkel unter dem Ohr, der die glatte und prominente Kieferlinie junger Menschen gestaltet.

Doch nicht nur Knochen, auch die Weichteile im Gesicht schwinden mit zunehmendem Alter. Dabei geht sowohl das Füll-Fettgewebe der Wangen verloren wie auch das Binde- und das Muskelgewebe. Ganz besonders deutlich sichtbar ist dies bei Frauen in der Schläfenregion. Die meisten Frauen über 40 Jahre weisen dort einen viel stärkeren Weichteil-Gewebeschwund als Männer auf. Dieser Schwund breitet sich aus bis auf die Augenbrauen und die Stirnregion. Typischer Weise wird die Augenbraue immer flacher und weist nicht mehr die füllige Form der Jugend auf. Kann die - auch inzwischen gealterte - Gesichtshaut durch elastische Schrumpfung diesen Volumenverlust nicht mehr ausgleichen, fällt sie erschlafft nach unten und es entstehen die typischen „Schlupflider“, die oft allzu sorglos und reflexartig durch Oberlidstraffung behandelt werden. Dabei ziehen die Ärzte die Haut weiter nach unten, die Augenbrauen fallen nach und sitzen schließlich, übertrieben gesagt, den Liddeckeln auf. Der Volumenverlust wird fast immer und regelmäßig übersehen.

Auch im Mittelgesicht findet sich der gleiche Vorgang. Der Schwund an Gewebe bewirkt, dass der Hautmantel nicht mehr ausgefüllt wird und allmählich beginnt, nach unten zu hängen. Dort sammelt sich das Gewebe an der Kieferlinie an und produziert die unerwünschten „Hamsterbäckchen“, in neuerer Zeit immer öfter „Merkel-Bäckchen“ genannt. Das herabfallende Mittelgesicht bewirkt noch mehr: Es fällt über die Mundwinkel nach unten und bewirkt die störenden Marionettenfalten, die optisch eine Verlängerung der Mundwinkel nach unten und damit einen unerwünscht traurigen oder verärgerten Gesichtsausdruck verleihen.

Die so entstandene, scheinbar überschüssige Haut durch ein Facelift nach hinten zu ziehen und den Überschuss einfach wegzuschneiden, hieße das Gesicht zu verziehen und zu entstellen. Was von oben nach unten fällt, gehört natürlich wieder zurück nach oben und nicht hinter die Ohren. Nur so kann der natürliche Gesichtsausdruck früherer Jahre wieder hergestellt werden. Das geschieht entweder durch ein Mittelgesichts-Lifting oder - viel einfacher und weniger eingreifend - durch die moderne Gesichtsmodellierung mittels fester (hochvisköser) Hyaluronsäuren oder durch Eigenfett-Transplantation. Sie können dies im Kapitel „Gesichtsmodellierung“ und  „Facelift“ dieser Website im Einzelnen nachlesen.

Muskelschwund (Muskelatrophie)

Jeder Mensch weiß, dass der Körper im Alter nicht mehr die gleiche Kraft hat wie in jungen Jahren. Sonst gäbe es nicht nur junge Top-Athleten und Profi-Fußballer, sondern auch ältere.

Durch natürliche Alterungsvorgänge, besonders auch durch den alterungsbedingten Verlust anaboler Hormone wie Östrogen und Testosteron kommt es auch zur Schwächung (medizinisch „Atrophie“) der Gesichtsmuskeln. Die Muskeln werden dabei nicht nur geschwächt, sondern es sterben auch Muskelanteile des Gewebes ab (man sieht das nur unter dem Mikroskop) und diese Anteile werden durch Narbengewebe ersetzt, eine weitere Schwächung. All diese Vorgänge bewirken, dass die Muskeln die Weichteile des Gesichts nicht mehr ausreichend stark anheben können, was bei vielen älteren Menschen die typische, scheinbare, maskenhafte „Emotionslosigkeit“ bewirkt. Natürlich ist das nicht bei jedem Menschen der Fall. Menschen, die viel lachen und in Gesellschaft aktiv sind, leiden vielfach deutlich weniger unter dem Muskelschwund ihrer Gesichter, denn sie trainieren durch ihr Lachen die Gesichtsmuskeln ständig und heben dadurch ihr Gesicht intuitiv an. Dies entspricht letztlich auch der allgemein bekannten Volksweisheit, dass sich das Leben im Gesicht eines Menschen eingraviert.

Der Computer als Alterungsfaktor

Ist das möglich? Ja, das ist es. Menschen, die wesentliche Teile ihres Lebens hinter dem Computer verbringen, weisen eine deutlich stärkere Alterung ihres Gesichts auf. Das ist auch kein Wunder, denn sie schalten bei der Computer-Arbeit ihre Gesichtsmimik in der Regel fast vollständig aus. Der Computer kann nicht in unseren Gesichtern lesen wie andere Menschen als Gegenüber, daher bekommt er von uns auch kein Lächeln, keine Mimik. Die Gesichtsmuskeln der Viel-Computerer werden nicht trainiert und erschlaffen. Als Folge fällt das Gesicht nach unten.

Den gleichen Effekt findet man bei Menschen, die sehr viel lesen und vor allem Stress haben. Auch Stress schaltet die Gesichtsmimik weitgehend aus wie der Computer. Daher weisen besonders gestresste Menschen auch eine beschleunigte Gesichts-Alterung auf.
Eine regelmäßige und konsequente Gesichts-Gymnastik vor dem Spiegel könnte diesen Zustand ändern (Top-Models wissen und trainieren das), meist fehlt jedoch sowohl das Wissen als auch die Zeit und Energie für solche Maßnahmen.

Schließlich kommen die Betroffenen zu uns ästhetischen Chirurgen und wollen geholfen bekommen. Eine immer beliebtere Hilfe ist die Gesichtsmodellierung, meist am Freitag schmerzfrei durchgeführt, am Montag findet man sich „erholt aussehend“ wieder im Büro ein. Kein Wunder, denn die Schwerkraft ist überlistet.

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Beratungstermin in unserer Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Darmstadt

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