Dr. med. Roman Fenkl
Plastische & Ästhetische Chirurgie
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Liposuction  (Fettabsaugung)

Was bedeutet Fettabsaugen?

Das geht ja recht schnell: Man sieht auf der Straße eine besonders kräftige Person und schon ist ein etwas ironischer Kommentar losgelassen, wie etwa „die müsste man zur Fettabsaugung schicken...“ oder ähnliches. Man stellt sich dabei so eine Art „Gartenschlauch“ vor, eine Maschine die daran zieht, und schon ist das Fett weg. Geht leider nicht so einfach. Die Fettabsaugung stellt hohe Ansprüche an die persönliche Erfahrung, das Feingefühl und das ästhetische Empfinden des jeweiligen Operateurs. Leider ist dies auch der Grund für so manche Katastrophe, weil ein ansonsten auf seinem Fachgebiet sicher kompetenter Arzt „auch mal schnell das bisschen Fett absaugen“ wollte. Tiefe Löcher, Dellen und Deformierungen der Körperkontur sind dann leider nicht selten.

Liposuktion

Erlauben Sie mir bitte, an dieser Stelle schon den ersten Grundsatz der Liposuction anzubringen: Die Fettabsaugung ist keine Methode zur Gewichtsreduktion. Sie dient dazu, (meist hormonell bedingte) umschriebene Fettpolster oder Problemzonen auszugleichen, die durch eine Gewichtsabnahme nicht weggehen Sie ersetzt damit nie eine Diät bzw. gesunde Ernährung.

Die Cellulite (Orangenhaut) kann durch eine Fettabsaugung nicht gezielt und zuverlässig korrigiert werden. Es gibt jedoch nicht selten Besserungen nach Absaugungen. Auch eine „Teenager-Haut“ nach einer Fettabsaugung sollten Sie trotz guter Straffungs-Erfolge nicht erwarten.

Die heutige, moderne Technik der Fettabsaugung (sog. „Tumeszenz - Technik")

Die moderne Methode der „Tumeszenz – Technik“ oder „Super – Wet – Technik“ ist die konsequente Weiterentwicklung des von ILLOUZ begonnenen Operationsverfahrens. Zahlreiche Spezialisten der Plastischen Chirurgie wie GASPAROTTI (Rom, Italien) oder PITMAN (USA) und andere haben zur Verfeinerung dieses Verfahrens wesentlich beigetragen.

Der Begriff „Tumeszenz“ stammt von dem lateinischen Wort „tumescere“ (= aufblasen) ab. Hierbei werden größere Mengen an Flüssigkeit in das abzusaugende Fettgewebe eingebracht, die auch Medikamente wie örtliche Betäubungsmittel, Adrenalin zur Verringerung der Blutungsbereitschaft und geringe Mengen Kortison zur Reduzierung der Schwellneigung des Gewebes enthalten. Das Einbringen erfolgt entweder per Pumpe, per langsamer Infusionslösung in das Gewebe oder – dies bei uns – gezielt und mit exakt seitengleicher Verteilung per Handinfiltrierung in die zuvor markierte, abzusaugende Körperstelle. Von diesen Mengen werden grundsätzlich genaue Protokolle angefertigt, um symmetrisch arbeiten zu können. Dieser Einspritzvorgang in das Fettgewebe wird über winzige Einstichöffnungen an versteckten Körperstellen sehr vorsichtig vorgenommen und ist der einzige Schritt während der gesamten Behandlung, der etwas schmerzen kann. Der Schmerz dauert nur wenige Sekunden, ist sofort vorbei und entsteht lediglich dadurch, dass die eingebrachte Flüssigkeit einen Dehnungsreiz des Gewebes verursacht. Nach einer Einwirkzeit von mindestens 20 Minuten beginne ich mit der Absaugung über dieselben Öffnungen, die zur Tumeszenz-Betäubung dienten. Das Gewebe ist jetzt maximal aufgedehnt, die Fettzellen locker im Verbund und die Blutgefäße können gut vor der stumpfen, sehr dünnen Absaugkanüle zur Seite ausweichen. Die Kanüle misst lediglich maximal 3 mm im Durchmesser, im Gesicht und am Hals 1,5 – 2 mm.

Der Absaugvorgang ist jetzt völlig schmerzfrei und die Patienten empfinden dies häufig wie eine angenehme „Körpermassage“ oder eine Art „Whirlpool“. Viele würden dabei genüsslich einschlafen, müssten sie sich nicht immer wieder von einer Seite auf die andere drehen, damit die Körperform optimal gestaltet werden kann.

Nähere Informationen zur Fettabsaugung bestimmter Körperpartien erhalten Sie hier:

Gibt es Alternativen zur Fettabsaugung?

Ja, die gibt es. Hier steht an erster Stelle die sogenannte Hautstraffung. Hierbei kann die Hautdicke nicht so gut, jedoch die Spannung und Glätte der Haut deutlich besser korrigiert werden. Der Nachteil dieses Verfahrens sind erheblich mehr, längere und auffälligere Narben, die in wenig sichtbaren Bereichen des Körpers versteckt werden.

Waden

Da die Fettabsaugung ebenfalls zu einer gewissen Hautstraffung führt, ist die operative Hautstraffung nicht unbedingt als eine Alternative, sondern auch als eine Ergänzung zur Liposuction zu sehen. Häufig kann man mit der Absaugung mehr erreichen als mit der Straffung, in anderen Fällen ist dies genau umgekehrt. Meist jedoch wird schon durch die Absaugung alleine über spezielle Techniken, wie die „superfizielle Absaugung nach GASPAROTTI“, bereits eine sehr gute, „innere Hautstraffung“ erreicht und die Straffung durch Schnitt umgangen.

Dies zu beurteilen und das Richtige vorzuschlagen, liegt bei mir als Ihrem beratenden oder behandelnden Plastischen Chirurgen. Ich sehe durchaus meine große Verantwortung, Ihnen die richtige Methode zu empfehlen. Das kann in Ausnahmefällen sogar so weit gehen, dass ich z. B. zunächst die Fettabsaugung anraten würde, um dann eventuelle kleinere Restprobleme über eine – ebenfalls kleinere - Nachstraffung zu beheben, wenn sie auftreten und stören. Das könnte beispielsweise nach großen Fettabsaugungen von mehreren Litern der Fall sein. Insgesamt kommt dies jedoch äußerst selten vor.

Was ist aktuell auf dem Gebiet der Fettgewebs – Absaugung?

Die modernste Weiterentwicklung ist die sog. „sanfte Fettgewebs – Absaugung“. Hierbei werden die Infiltrationstechniken nochmals erheblich verfeinert, so dass mit Schmerzen eigentlich kaum noch zu rechnen ist. Und wer’s nicht glauben will, dem hilft die individuell angepasste „Alles-egal-Spritze“ sehr gut über das Schlimmste hinweg.

Geschichte der Fettabsaugung

Zur Geschichte dieser „medizinischen Kunst", die Ärzte gleichermaßen wie körperbewusste Patienten schon immer fasziniert hat:

Schon im vorletzten Jahrhundert versuchte man, störende Fettpolster chirurgisch zu entfernen. Es begann „en vogue“ zu werden, schlank zu sein und der „Rubens – Typ“ war „out“. Dabei wurden z.T. große Haut – Fett – Lappen weggeschnitten und riesige Narben in Kauf genommen. Anfang letzten Jahrhunderts (20er Jahre) wollte man besser sein und kürettierte (Kürettage = Auskratzen mit einem scharfen, löffelartigen Metallinstrument) überschüssige Fettpolster unter der Haut heraus. Dies war eine sehr blut- und schmerzreiche Angelegenheit und führte oft zu katastrophalen Ergebnissen. Dennoch hielten sich derartige Praktiken bis in die frühen 70er Jahre, da es eben nichts Besseres gab.
 
Eben zu Beginn der 70er Jahre kam ein kleiner, untersetzter Franzose mit dicker Zigarre namens ILLOUZ auf die Idee, das Fettgewebe durch Einspritzen von auflösenden Flüssigkeiten erst einmal „anzudauen“ und dann einfach abzusaugen. Damit hat die Geburtsstunde der modernen Fettabsaugung geschlagen. ILLOUZ brachte die Fettzellen durch Einspritzen von Aquadest und anderen Substanzen osmotisch zum Platzen und saugte das angedaute Fettgewebe mit Kanülen ab, die noch einen riesigen Durchmesser von 8 – 12 mm hatten. Natürlich in Narkose. Auch war die Flüssigkeitsmenge, die man einspritzte, sehr begrenzt. Nachteil war auch noch, dass die Absaugung noch sehr robust und immer noch sehr blutreich war. Sie konnte deshalb nur in Narkose durchgeführt werden und hatte nicht selten Bluttransfusionen - und natürlich ordentliche Schmerzen – zur Folge. Die gefürchtetste Komplikation war die sog. „Fettembolie“ in einigen wenigen Fällen, deren Ursache immer noch nicht genau bekannt ist und die noch heute als mögliche Komplikation durch die Medien geistert und potentiellen Patienten Angst einjagt – nach modernen Gesichtspunkten nicht mehr berechtigt.

Eine ausführliche Information und Beantwortung aller wichtigen Fragen rund um die Fettabsaugung, zum Ablauf der OP und zur Nachbehandlung finden Sie hier: Fettabsaugung Infos

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Beratungstermin in unserer Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Darmstadt

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