Dr. med. Roman Fenkl
Plastische & Ästhetische Chirurgie
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Was tun, wenn die CORONA-Infektion überstanden ist?

Ein „Notfall-Koffer“

Stand: 05.05.2021

Millionen Bundesbürger haben sich in Deutschland bereits mit CORONA / COVID-19 infiziert und dies auch überstanden. Doch wer glaubt, dass es mit der Ausheilung des Infektes überstanden ist, der irrt in sehr vielen Fällen. Zurück bleiben viel zu oft Atembeschwerden, neurologische und Allgemein-Beschwerden bis hin zum Fatigue-Syndrom (allgemeine Antriebslosigkeit und sehr rasche Ermüdbarkeit ohne medizinisch feststellbare Ursachen, was sich über Jahre so halten kann). Diese Folgebeschwerden sind inzwischen allgemein bekannt als „Long COVID“.
Häufig ist Hilfe nicht mehr gegeben. Ein Anruf mit Bitte um Hilfe vom Gesundheitsamt endet im Nichts, denn das Gesundheitsamt interessiert sich in der Regel nur für die aktuelle Infektionslage. So berichten unsere Patienten öfter über diesbezügliche Erfahrungen und auf sich allein gestellte Hilflosigkeit. Auch die Hausärzte sind nicht selten disbezüglich überfordert.

Darum ein kleiner „Notfall-Koffer“ an Maßnahmen, was man nach überstandener CORONA-Infektion tun kann:

1.    Lungenfunktionstest
Meist ist die Lunge zuerst befallen und die Atembeschwerden bleiben auch nach ausgeheilter Infektion bestehen. Oft  besitzt der Hausarzt ein Testgerät für die Lungenfunktion, alternativ kann der Lungen-Facharzt (Pneumologe) helfen und kontrollieren. Mit mehreren aufeinander folgenden Kontrollen kann man so auch den Heilungsfortschritt verfolgen.

2.    Nieren- und Leberfunktions – Untersuchung
Niere und Leber sind oft von COVID-19 – Infektionen betroffen. Internisten und engagierte Hausärzte können hier Testungen durchführen, die Aufschluss über die zwingend notwendigen Organfunktionen geben. Gastroenterologische Fachärzte (Gastroenterologen) sind sogar spezialisiert auf die Leber, Nephrologen kennen sich mit der Niere exzellent aus. Diese Fachärzte können die entsprechende Organfunktion prüfen und ihren Heilungsfortschritt über Folgetestungen verfolgen.

3.    Großes Labor (Blutentnahme)
Die Abnahme eines „Großen Labors“, z.B. beim Hausarzt, kann unter Umständen krankhafte Befunde rechtzeitig entdecken helfen. Hier werden ein Großes Blutbild, Elektrolyte, Blutenzyme und auch Proteine bestimmt und krankhafte Verschiebungen ggf. entdeckt.

4.    Antikörper-Testung im Blut auf CORONA-Antikörper
Diese Untersuchung sollte nach ausgestandener Infektion und ca. 6 Monate nach Infekt-Ausheilung erfolgen. Hierdurch bekommt man Auskunft über die Antikörper-Abwehrlage des eigenen Immunsystems.

5.    Multivitamin-Tabletten (hochwertige Präparate)
Eine Multivitamin-Medikation kann Versorgungslücken mit wichtigen Substanzen schließen, die durch eine gesunde Ernährung evtl. nicht ganz abgedeckt werden. Doch sollte man nicht zu Präparaten greifen, die im Supermarkt erhältlich sind. Ihre Apotheke kann Ihnen hierzu hochwertige Produkte empfehlen, die dann auch ihr Geld wert sind. Dennoch können Vitamin-Präparate ausdrücklich eine gesunde und ausgewogene Ernährung nicht ersetzen. Eine vegetarische bzw. vegane Ernährungsform gilt medizinisch als „Mangelernährung“, auch wenn Betroffene dies nicht akzeptieren möchten.

6.    Nerven-Vitamine zusätzlich
Das Nervensystem wird durch die CORONA-Viren ebenfalls hart attackiert. Daher müssen sich Nerven nach ausgestandener Infektion schnell erholen können. Gute Unterstützung bieten hier hoch konzentrierte  Vitamine aus dem B-Komplex-Bereich. Dies können z.B. Neurotrat forte oder Neurobion forte, oder ähnliche Substanzen gleichen Wirkungsspektrums sein. Unter Umständen könnten solche Substanzen die beschriebenen Fatigue-Symptome abmildern, wenn sie rechtzeitig eingenommen werden. Eine Dauertherapie hiermit ist allerdings in der Regel nicht empfehlenswert.

7.    Sport und sportliche Aktivitäten
Sport ist gut, das weiß jedermann. Besonders Ausdauer-Sport (Joggen, Radfahren, Schwimmen) sorgt für eine höhere Durchblutung innerer Organe und des Gehirns und trainiert den Kreiskauf. Doch Sport kann auch schaden, wenn er übertrieben wird. Daher sollten Sie nach überstandener Infektion NIEMALS ohne Pulsuhr Sport betreiben und Ihr Puls sollte keinesfalls über 140 Schläge pro Minute gehen, besser darunter bleiben, je nach allgemeinem Trainingszustand. Gut ist eine Pulsfrequenz zwischen 120 und 130, dafür jedoch mindestens 30-45 Minuten lang. Ist die Belastung zu hoch für den Körper, geht automatisch die Pulsfrequenz hoch und Sie sollten die Belastungs-Intensität zurückschrauben.  
Die sportliche Betätigung sollte in den ersten 6 Wochen nach ausgestandener COVID-Infektion eher LEICHT sein. Das volle, „harte“ Sportprogramm kann erst 3 Monate nach ausgestandener Infektion empfohlen werden. Im Zweifelsfall fragen Sie besser Ihren Haus- oder Sportarzt.



ANMERKUNG:
Diese empfohlenen 7 Punkte erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit! Sie sollen Ihnen nur eine erste Hilfestellung geben, damit Sie nach Ihrem CORONA-Infekt nicht vollständig allein gelassen werden. Wenn möglich, sollten Sie immer Ihren Hausarzt in die Nachsorge vertrauensvoll mit einbeziehen.

 

Beratungstermin in unserer Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Darmstadt-Griesheim

Für weitere Informationen stehe ich Ihnen gerne in meiner Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Darmstadt-Griesheim zur Verfügung. Sie erreichen uns unter der E-Mail-Adresse info(at)dr.fenkl.de.

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