Dr. med. Roman Fenkl
Plastische & Ästhetische Chirurgie
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Aktuelles

Was ist an den PIP - Implantaten so gefährlich?

Wie im Laufe der Zeit bekannt wurde, hat der deutsche Chemikalienhändler BRENNTAG Industrie - Silikon an den französischen Hersteller von Brustimplantaten PIP geliefert. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Es habe sich um ein Material namens „BAYSILONE“, ein Erdölprodukt, gehandelt, das z. B. in der Baubranche als Dichtungsmasse und Schmierstoff Verwendung fand.

Laut Information des französischen Radiosenders RTL seien für die Produktion von Brustimplantaten zusätzlich Stoffe wie Silopren und Rhodorsil angewendet worden, wie sie auch in der Kautschuk - Industrie zum Einsatz kommen. Die französische Arzneimittel - Aufsicht Afssaps habe sogar gewusst, dass es sich um ein „gepanschtes Gel“ handele, wie es vornehmlich in der Nahrungsmittel- und Computer - Industrie angewendet werde. Man habe nicht annehmen können, dass das Gel Schmierstoffe enthalte.

Die Firma BRENNTAG habe auf ihrer Website veröffentlicht, dass der Hersteller des Silikonprodukts BAYSILONE das US - amerikanische Unternehmen MOMENTIVE PERFORMANCE MATERIALS sei, das hervorgegangen sei aus der 1998 gegründeten Firma GE Bayer Silicones, einem Gemeinschaftsunternehmen des US - Industriekonzerns GE mit dem deutschen Chemiekonzern BAYER. Die deutsche Teilhaberin hatte 2006 ihre Firmenanteile an GE verkauft.

Das französische Unternehmen Poly Implant Prothese (PIP) hatte bei der Herstellung seine Implantate nicht korrekt mit einem medizinischen Kunststoff gefüllt, sondern mit Industriesilikon, das nach Aussagen von Informationsquellen zehnmal billiger war. Diese Panscherei soll PIP jährlich ca. eine Million Euro eingespart haben.

Laut Angaben der Nachrichtenagentur Reuters / AFP sei das Problem mit den PIP - Billigimplantaten schon lange bekannt gewesen, wie aus firmeninternen Schriftwechseln hervorgehe. Danach haben PIP - Mitarbeiter bereits 2005 die Firmenleitung darüber informiert, dass es bei den Silikonkissen vermehrt zu Rissbildungen komme. Einer der Mitarbeiter verlangte sogar eine Erklärung dafür. Die Antwort der Vertriebsleitung auf diese Nachfrage sei gewesen, dass der Umsatz wichtiger sei als der Zustand der Hüllen. Er solle das Notwendige veranlassen. Diese Formulierung legt den Verdacht nahe, dass die Firma nicht lediglich beim Silikongel gespart haben könnte, sondern auch bei der Qualität der Implantathüllen. Ein fataler Fehler!

Die Firma PIP soll seit dem Jahr 1992 zwischen 200.000 und 300.00 Implantate verkauft haben, davon ca. 30.000 in Frankreich, eine unbekannte Anzahl in Deutschland und einen Großteil in Lateinamerika.
Wie die französischen Behörden feststellen konnten, seien die meisten seit 2001 hergestellten PIP - Implantate nicht mit dem korrekten, medizinischen Silikongel gefüllt worden und entsprechen damit nicht den gesetzlichen Anforderungen der Richtlinie 93/42/EWG. Andere Berichte lauten, dass das nicht zugelassene Silikon erst seit 2006 benutzt worden sei. In Fachkreisen unter Experten sei das im internationalen Vergleich eher kleine Unternehmen PIP bestens bekannt gewesen für besonders preisgünstige Brustimplantate.

Offenbar seien diese Implantatetypen gerade bei besonders billig angebotenen Brustvergrößerungs - Operationen bevorzugt zum Einsatz gekommen.

Während in Frankreich bereits über 1.000 Fälle mit defekten PIP - Implantaten bekannt geworden seien, sind es in Deutschland seit 2004 bisher nicht mehr als 19 Fälle, die den zuständigen Behörden bekannt gemacht wurden, so das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte).

Ondine-FILM:  http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,806821,00.html

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