Dr. med. Roman Fenkl
Plastische & Ästhetische Chirurgie
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Entfernung von Hautkrebs

Erkrankungen von Hautkrebs im Gesicht durch Sonneneinstrahlung

Der Sommer ist fast vorbei und der alljährliche Sonnenbrand überwunden und abgeklungen. Der Mallorca – Urlaub war entspannend, erholsam und auch die Strandbräune hält noch gut an. Es war ja auch mühsam genug, stundenlang und schwitzend sich die Sonne auf die Haut brennen zu lassen und ein paar Sonnenbrände zu überstehen, nur um „gesund und braungebrannt“ nach Hause zu kommen und sich in modischer, heller Kleidung von allen bewundern zu lassen, wie toll und sonnig dieser Strandurlaub wieder einmal gewesen sein muss. So war das auch schon im Vorjahr beim Türkei – Urlaub und davor in Tunesien.

Klar will man die Bräune behalten und befleißigt sich weiterhin regelmäßiger Solarium – Besuche: „Schick braun aussehen“ ist nach wie vor „en vogue“ und schließlich will man ja „gut aussehen“ …

Halt! Falsch verstanden! „Gesund aussehen“ ist hier krank, und „schick braun“ ist unter Umständen lebensgefährlich! Schon mal gehört? Hautkrebs durch Sonne? Sogar die Bundesregierung höchstpersönlich beabsichtigt jetzt gerade per Gesetzentwurf, Solariumbesuche für Jugendliche unter 18 Jahren zu untersagen. Denn es ist klipp und klar bekannt: Die Haut hat ein Gedächtnis! Jeder einzelne Sonnenbrand, sogar jeder Sonnenstrahl wird in der Haut gespeichert wie auf der Festplatte eines Computers. Und genau so wie ein Computer bei „Überladung“, d. h. bei vollem Speicherplatz und weiterer Belastung abstürzt, so geschieht das auch in unserer Haut. Die natürlichen Reparatur – Mechanismen schaffen es nicht mehr, alle Probleme zu beheben und der Hautkrebs kann entstehen. Gnadenlos.

Es gibt natürlich verschiedene Arten von Hautkrebs. Nicht nur der gefährlichste von allen, der „Schwarze Hautkrebs“ (Melanom), der schon bei Jugendlichen und teilweise Kindern auftreten kann ist gemeint. Viel häufiger ist das Basaliom, ein „gutartiger und zugleich bösartiger Hautkrebs“. Gutartig ist seine Eigenschaft, keine Tochtergeschwülste (Metastasen) in den Körper loszuschicken, er bleibt also am Entstehungsort. Bösartig ist jedoch seine typische Eigenschaft, die er mit allen anderen Krebserkrankungen gemein hat: Er wächst zerstörend ohne Rücksicht auf anatomische Grenzen in den Körper hinein, wenn man ihn lässt. Am Anfang langsam, dann immer schneller. Ab einer gewissen Größe zerfällt er geschwürig und befällt auch tiefe Gewebeschichten.

In meinem Studium zu Beginn der 80er Jahre gab es eine typische Prüfungsfrage, das Basaliom betreffend. Die korrekte Antwort lautete: Das Basaliom ist eine typische Hautkrebs - Erkrankung des Landwirts über 65 Jahre an den der Sonne ausgesetzten Körperstellen (Gesicht, Hals, Unterarme und Hände).

Diese Antwort wäre heute nicht mehr korrekt. Denn durch die zunehmende Zerstörung unser atmosphärischen Ozon – Schutzschicht („Ozonloch“) sind wir alle vermehrter, aggressiver Sonnenstrahlung ausgesetzt. Es ist schon keine Seltenheit mehr, dass unter 30-jährige mit Basaliomen im Gesicht zur operativen Behandlung vorstellig werden. Typischer Weise entstehen die bösartigen Geschwülste an vorspringenden Stellen des Gesichts, wo die Sonnenbestrahlung am direktesten auftrifft, vorwiegend der Nase, Lidbereich, Ohren und Brauen.

Was kann der Plastische Chirurg gegen Basaliome tun?

Zuerst einmal warnen, sich übermäßiger Sonnenstrahlung auszusetzen. Denn es ist so wie beim Rauchen: Man geht davon aus, dass es immer die anderen trifft, bis man selbst an der Reihe ist…

Wenn dann beispielsweise die Nasenspitze betroffen ist, trifft der Schock tief. Denn die einzige Möglichkeit, Basaliome zu behandeln, so dass sie nicht wieder auftreten, ist das radikale Ausschneiden. Gerade an „delikaten“ Stellen im Gesicht, wie z.B. auf der Nase, geht es um jeden halben Millimeter, denn es ist kein bisschen Haut zu viel vorhanden. Andererseits ist es viel schlimmer, wenn solch eine Geschwulst wiederkommt, weil sie – aus falschem Respekt vor einer „schwierigen“ Gesichtsregion - nicht radikal genug entfernt worden war. Dann sind die Defekte oft viel größer.

Die Plastische Chirurgie mit ihrem rekonstruktiven (wiederherstellenden) Berufszweig engagiert sich hier intensiv und findet die richtige Antwort. Selbstverständlich ist das beste Ergebnis nur erreichbar durch konsequente Zusammenarbeit mit aufmerksamen Hautärzten, die solche Geschwülste meist frühzeitig entdecken, diagnostizieren und nach den Operationen wieder wachsam kontrollieren.

Das operative Vorgehen in der Plastischen Chirurgie

Ist eine Hautgeschwulst noch nicht gesichert, entnimmt sehr häufig der Hautarzt eine Probe, die feingeweblich unter dem Mikroskop untersucht wird. Danach entscheidet der Hautarzt oft selbst, ob er durch weiteres Ausschneiden die Geschwulst sicher entfernen kann oder ob er seinen Patienten weiter zur ausgedehnteren Behandlung zum Plastischen Chirurgen schickt. Dies kann insbesondere an schwierigen Stellen des Gesichts, wie z.B. der Nasenspitze, erforderlich sein.

Die erste Arbeit für den Plastischen Chirurgen ist fast immer eine ausführliche, weitere Beratung, denn das weiträumige Entfernen eines Teils des Gesichts kann Folgen haben und zu auffälligen Narben führen. Ziel ist jedoch die vollständige, unauffällige Wiederherstellung ohne entstellende Folgen und ohne Wiederauftreten (Rezidiv) der Geschwulst.

Dazu wird der Krebs im sichtbaren Bereich mit einem Sicherheitsabstand entfernt. Beabsichtigt ist die allseitige Entfernung im Gesunden mit 3 mm Sicherheitsabstand nach allen Seiten und zur Tiefe, bei besonders gefährlichen Krebstypen sogar 5 mm.

Stellt man sich nun einen 4 mm großen Hautkrebs im mit dem Auge sichtbaren Bereich vor, der nach allen Seiten mit 3 mm Sicherheitsabstand entfernt werden muss, so entsteht zwangsläufig ein „Loch“ mit einem Durchmesser von mindestens 10 mm! Das kann den Verlust der gesamten Nasenspitze bedeuten. Zwischenzeitlich wird der Entnahmedefekt kurzfristig mit einer Kunsthaut abgedeckt, um Infektionen vorzubeugen.

An der radikalen Entfernung führt also kein Weg vorbei. Das entfernte Gewebestück wird unter dem Mikroskop feingeweblich (histologisch) untersucht, die Entfernungsabstände des Krebses zum Schnittrand nach allen Seiten unter dem Mikroskop in halben Millimeterschritten ausgemessen (sog. histomorphometrische Untersuchung) und das Ergebnis vom Pathologen an den Operateur mitgeteilt. Ist der geforderte Mindestabstand nicht erreicht, muss in entsprechendem Maße nachgeschnitten werden.

Gelang die Entfernung der Geschwulst, kann an die Defektdeckung gedacht werden. Dem Plastischen Chirurgen steht nun aufgrund seiner speziellen Ausbildung ein ganzes Sammelsurium an verschiedenen Techniken zur Gewebeverschiebung im Gesicht zur Verfügung, um entstellende Folgen zu vermeiden. Diese Gewebeverschiebungen nennt man „Lappenplastiken“, abgeleitet von „Haut- bzw.- Gewebelappen“. Hierbei werden oft zunächst Narben in Kauf genommen, die durch korrekte OP – Planung und entsprechende Nachbehandlung üblicherweise sehr unauffällig ausheilen, so dass man nach einiger Zeit oft sehr genau hinschauen muss, um die Operationsfolgen erkennen zu können.

Was geschieht nach der Operation?

Die optimale Nachbehandlung ist sehr wichtig und auch etwas mühsam, lohnt sich jedoch. Der Plastische Chirurg hat meist „noch ein paar Asse im Ärmel“, um das Optimum einer Narbenbildung herauszuholen, sofern der Patient geduldig ist und mitmacht.

Nach Abschluss der Behandlung beim Plastischen Chirurgen geht der Patient zurück zum Hautarzt, um sich hier einer gründlichen fachärztlichen Überwachung zu unterziehen. Denn wo einmal ein Hautkrebs entstanden ist, kann auch ein zweiter entstehen. Der Hautschaden ist nun einmal da. Für immer.

Die Haut hat ein Gedächtnis …!

Beratungstermin in unserer Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Darmstadt

Für weitere Informationen stehe ich Ihnen gerne in meiner Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Darmstadt zur Verfügung.

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