Dr. med. Roman Fenkl
Plastische & Ästhetische Chirurgie
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Augenlidkorrektur - weitere Informationen

Folgende Veränderungen finden im Laufe der Oberlid-Alterung statt: Schon ab dem 30. Lebensjahr beginnen die Weichteile im Bereich der Augebrauen, der Stirn und der Schläfen zu schwinden, auch der Knochen selbst. Bei Frauen geschieht dies früher als bei Männern, vorwiegend im Schläfenbereich, wo es zur typischen Einsenkung kommt, die in der Regel -frisur-technisch- durch darüber gekämmte Haare kaschiert wird.

Allmählich verlieren die Augenbrauen an Volumen. Bei gesunder Haut kann dies noch eine Weile durch natürliche Hautkontraktion ausgeglichen werden, in Verbindung mit zunehmender, intuitiver Aktivität der Stirnmuskulatur. Dies führt wiederum Schritt für Schritt zum Auftreten horizontaler Stirnfalten und zum Wunsch der Frauen nach einer BOTOX-Faltentherapie. FALSCH: Dies würde zu noch weiterem Absinken der Augenbrauen führen, weil ja die kompensierende Stirnmuskulatur-Aktivität wegfiele. Werden die Stirnfalten dennoch (laienhaft) mit BOTOX behandelt, dann sinken die Augenbrauen nach unten und vermehren die scheinbar überschüssige Oberlidhaut noch mehr. Solange die Wirkung des Botulinumtoxins anhält (meist 3-4 Monate), danach setzt der automatische Augenbrauen-Hebemechanismus bei den meisten Menschen wieder ein.

Das beschriebene Phänomen setzt umso schneller ein, je mehr die Stirnhaut geschädigt und damit in ihrer Elastizität eingeschränkt (vorgealtert) ist. Das ist in der täglichen Praxis hauptsächlich der Fall bei chronischen Sonnenanbetern und Rauchern, weil diese beiden Schadstoffe am meisten zur Zerstörung der elastischen Hautfasern beitragen.

Hier ergeben sich die wichtigsten Aspekte der Beratung durch den Plastischen Chirurgen, welche Maßnahmen bei störender Oberlidhaut am besten zu treffen sind, und hier darf und sollte die Patientin / der Patient nach ihrem / seinem Empfinden mitentscheiden:

Die Oberlidhaut vermehrt sich also nicht im Laufe der Alterung, sondern die jugendlichen, fülligen Strukturen der Augenregion schwinden, es verbleibt ein leerer „Hautsack“, der zu therapieren ist.

Bei jungen und verständigen Menschen kann versucht werden, diesen Hautsack mit Hyaluronsäuren oder Eigenfett wieder aufzufüllen und sich damit der jugendlichen Augenbrauen-Form wieder anzunähern. Damit entfiele die Operation (im Fall der Hyaluronsäure-Behandlung) oder der Schnitt (im Falle der Eigenfett-Transplantation).

Bei Menschen mit geringerer Hautelastizität, z.B. bei starker Risikofaktor-Wirkung bezüglich der Hautalterung oder in höherem Lebensalter, kann die Oberlidstraffung sinnvoller sein. Dabei wird nicht nur die (scheinbar) überschüssige Oberlid-Haut, sondern auch die erschlaffte Oberlid-Muskulatur (Orbicularis-Muskulatur) sehr präzise und passgenau nach exakter vorheriger Ausmessung und Planzeichnung weggenommen. Zusätzlich werden fast immer an der Innenseite der Oberlider sich vorbeulende Fettpolster der Augenhöhle im gleichen Zug entfernt, weil sie mit zunehmendem Alter größer werden und sehr stören können. Auf Wunsch kann dieses überschüssige Fettgewebe in gleicher Sitzung in die Augenbrauen transplantiert werden, um diese wieder aufzufüllen.

Eines muss aber für diese Operation klar sein: Die überschüssige Oberlidhaut entstand durch ein Herabsinken der Augenbrauen, sie ist nicht dort gewachsen. Sie passgenau zu entfernen bedeutet gleichzeitig, die im Vergleich zum früheren, jugendlichen Erscheinungsbild tiefer stehenden Augenbrauen zu akzeptieren, was die Augenpartie auch optisch etwas kleiner macht. Fast immer wird dieser Umstand gerne akzeptiert, weil der ambulante Eingriff in örtlicher Betäubung, ggf. mit Dämmerschlaf, als relativ klein und fast schmerzfrei empfunden wird und der langfristige Vorteil sehr lange anhält. Die korrekt platzierten Narben liegen exakt in der Oberlidfalte, können beim geöffneten Auge in der Regel nicht gesehen werden und sind in unserem Patientengut meist auch bei geschlossenen Lidern kaum zu erkennen.

Was kann man tun, wenn die Augenbrauen zu stark abgesunken sind?

Besonders bei Männern, weil bei ihnen in der Regel die Augenbrauen tiefer stehen als bei Frauen, aber auch bei Frauen mit sehr starkem Sonnenschaden ihrer Gesichtshaut, können die Augenbrauen derart tief stehen, dass ein passgenaues Entfernen der scheinbar überschüssigen, störenden Oberlidhaut die behaarte Augenbraue praktisch auf die Liddeckel verpflanzen würde, ein ästhetisch sehr unschöner, störender Umstand.

Der Plastische Chirurg muss dies bei der Erstuntersuchung erkennen und mit seinem Patienten erörtern. Es stehen dabei folgende Behandlungsoptionen zur Verfügung:

  1. Die überschüssige Oberlidhaut nicht passgenau entfernen und einen Teil an Hautüberschuss bewusst belassen. Dies eröffnet die Möglichkeit eines späteren Augenbrauen-Liftings.
  2. Die Oberlidstraffung kombinieren mit einer inneren Augenbrauen-Anhebung, ebenfalls ambulant in örtlicher Betäubung. Diese innere Augenbrauen-Anhebung ist technisch sehr anspruchsvoll und führt - auch nach internationaler Fachliteratur - zu eher geringer Anhebung der Brauen. Ein auffälliger Effekt ist hiervon nicht zu erwarten.
  3. Die äußere Augenbrauen-Anhebung (sog. „Externes Augenbrauen-Lifting“) ist eine gut steuerbare, sehr effektive Maßnahme zur Anhebung der Augenbrauen, die vor allem bei stark geschädigter, elastizitätsloser Gesichtshaut zu sehr guten Ergebnissen führen kann. Dabei wird ein exakt ausgemessener Haut-Anteil oberhalb der behaarten Augenbraue operativ entfernt. Die Narbe verläuft also am oberen Rand der behaarten Augenbraue. Sie kann am besten versteckt werden, indem der Plastische Chirurg den Schnitt derart geschickt platziert, dass später die Brauenhaare exakt durch die Narbe durchwachsen und sie damit optisch kaschieren. Eine exzellente postoperative Narben-Nachbehandlung ist bei dieser Operation Pflicht, um spätere, auffällige Narben möglichst zu vermeiden.
    Das äußere Brauenlift wird in unserem Patientengut häufiger bei Männern als bei Frauen durchgeführt. Es ist nicht schmerzhaft, kann ambulant in örtlicher Betäubung operiert werden, ist im Aufwand jedoch größer und mit längerer Operationszeit verbunden als die Oberlidstraffung.
    Nach einer äußeren Augenbrauen-Anhebung wird nicht alle überschüssige Oberlidhaut verschwunden sein, weil ja der Gewebeschwund von Stirn und Augenbrauen in 3 Ebenen stattfindet, die Anhebung jedoch nur in einer Ebene (Richtung). Sollte die überschüssige Oberlidhaut postoperativ immer noch stören, dann kann jetzt die reguläre Oberlidstraffung durchgeführt werden, ohne zu riskieren, dass die Augenbraue hierdurch zu stark abgesenkt wird. Die Oberlidstraffung sollte frühestens 6 Monate nach dem äußeren Brauenlift erfolgen.
  4. Als seltenere Operationstechnik steht noch das Externe, temporale Augenbrauenlift nach ALAIN FOGLI zur Verfügung. Hierbei werden - ebenfalls in örtlicher Betäubung - die Augenbrauen von einem Schnitt im behaarten Schläfenbereich aus angehoben durch Unterminierung der Stirnhaut. Diese Technik ist nicht sinnvoll für Männer und Frauen mit hohem Haaransatz. Menschen mit niedrigem Haaransatz können von der beschriebenen Operationstechnik profitieren.

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Beratungstermin in unserer Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Darmstadt

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